Kolumbianer stimmen über Antikorruptionsmaßnahmen ab

Bogota (APA/dpa) - Ungewöhnliche Initiative im Kampf gegen die Korruption in Kolumbien: Über 36 Millionen Menschen waren am Sonntag in dem s...

Bogota (APA/dpa) - Ungewöhnliche Initiative im Kampf gegen die Korruption in Kolumbien: Über 36 Millionen Menschen waren am Sonntag in dem südamerikanischen Land zu einer Volksbefragung aufgerufen. Damit soll das Parlament verpflichtet werden, härtere Gesetze gegen Korruption zu erlassen. Insgesamt standen sieben Vorschläge zur Abstimmung.

Als größte Hürde galt die Wahlbeteiligung. Damit die Abstimmung bindend ist, muss ein Drittel der Wahlberechtigten die Stimme abgeben. Die Wahl ist bereits die vierte in diesem Jahr nach der Parlamentswahl im März und den zwei Wahlgängen der Präsidentenwahl (Mai und Juni).

Die Wähler sind angehalten, mit „Ja“ oder „Nein“ etwa über eine Gehaltskürzung bei Abgeordneten zu entscheiden. Auch sollen Volksvertreter zur Offenlegung ihres Vermögens verpflichtet werden. Das Referendum geht auf eine Initiative im Senat zurück.

Sollte sich die Mehrheit der Wähler dafür aussprechen, ist das Parlament verpflichtet, entsprechende Gesetze innerhalb eines Jahres zu verabschieden. Andernfalls könnte Staatschef Ivan Duque die Maßnahmen per Dekret anordnen.

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