Softwareumrüstungen für deutsche Alt-Diesel verzögern sich - Medien

Berlin (APA/Reuters) - Die von der Industrie versprochenen Softwareumrüstungen für Alt-Diesel in Deutschland werden sich einem Medienbericht...

Berlin (APA/Reuters) - Die von der Industrie versprochenen Softwareumrüstungen für Alt-Diesel in Deutschland werden sich einem Medienbericht zufolge bis weit in das Jahr 2019 ziehen.

Zwar erklärten Daimler, BMW und Audi auf Anfrage des „Handelsblattes“, bis 1. September die vom deutschen Verkehrsminister Andreas Scheuer geforderten Softwareupdates vorzulegen. Doch die Umrüstung der rund zwei Millionen Autos werde sich nach übereinstimmenden Aussagen bis weit in das kommende Jahr ziehen. Die ursprünglich auf dem sogenannten Dieselgipfel 2017 versprochene Zusage, bis Ende 2018 alle Diesel umgerüstet zu haben, lasse sich damit nicht halten.

Die neuen Motorsteuerungen sollen den Ausstoß von gesundheitsschädlichem Stickoxid um bis zu 30 Prozent senken. Die Hersteller begründeten die Verzögerungen dem Bericht zufolge auch mit den bisher fehlenden Freigaben des Kraftfahrtbundesamtes. So wolle Daimler zwar nach erfolgter Freigabe die Updates so schnell wie möglich aufspielen. „Aufgrund der hohen Anzahl wird es eine längere Zeit dauern, bis die Software bei einem Großteil der Fahrzeuge aktualisiert ist“, teilte der Konzern dem Blatt mit.

Auch die VW-Tochter Audi geht nicht davon aus, dass alle Autos bis Jahresende umgerüstet sein werden. Anders als bei einem amtlich angeordneten Rückruf sei das Aufspielen für Händler und Kunden freiwillig. Die Kunden würden nicht aktiv angeschrieben. Daher sei nicht abzusehen, wie viele Autos nach Freigabe der Software tatsächlich umgerüstet werden, erklärte ein Sprecher laut Bericht.

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