Israel öffnet Personen-Grenzübergang zum Gazastreifen wieder

Jerusalem/Gaza (APA/dpa) - Israel hat seinen einzigen Personen-Grenzübergang in den Gazastreifen rund eine Woche nach der Schließung wieder ...

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Jerusalem/Gaza (APA/dpa) - Israel hat seinen einzigen Personen-Grenzübergang in den Gazastreifen rund eine Woche nach der Schließung wieder geöffnet. Dies bestätigte die israelische Behörde Cogat am Montag. Grund für die Öffnung des Erez-Übergangs sei, dass sich die Sicherheitslage in der vergangenen Woche deutlich beruhigt habe, hatte das Verteidigungsministerium zuvor mitgeteilt.

Insgesamt gibt es an der Grenze drei Übergänge, die noch benutzt werden. Israel kontrolliert neben Erez auch den Warenübergang Kerem Shalom. Als weiteren Grenzübergang für Personen gibt es Rafah, dieser wird von Ägypten kontrolliert.

Nach gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Truppen an der Gaza-Grenze hatte Israel den Erez-Übergang vor rund einer Woche geschlossen. Seit Ende März sind bei Protesten und Zusammenstößen nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza rund 170 Palästinenser von israelischen Soldaten getötet worden. Ein israelischer Soldat wurde erschossen.

Israel hat vor mehr als zehn Jahren eine Blockade über das Küstengebiet verhängt, diese wird von Ägypten mitgetragen. Israel und die im Gazastreifen herrschende radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas verhandeln aktuell über eine Waffenruhe. Ägypten vermittelt zwischen den Parteien.

Die Palästinenser fordern bei den Protesten an der Grenze ein Ende der Gaza-Blockade und ein Recht auf Rückkehr in ihre frühere Heimat oder die ihrer Eltern und Großeltern. Diese Dörfer oder Städte gehören heute zum israelischen Staatsgebiet. Die Palästinenser beziehen sich auf Flucht und Vertreibung Hunderttausender Menschen im Zuge der israelischen Staatsgründung 1948. Israel lehnt die Forderungen ab.

Die Hamas wird von Israel, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Sie hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahne geschrieben.


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