Opposition in Mazedonien noch uneins über Referendumsboykott

Skopje (APA) - Am Montag läuft die Frist ab, die der mazedonische Parlamentspräsident Talat Xhaferi am Freitag den Parlamentsparteien einger...

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Skopje (APA) - Am Montag läuft die Frist ab, die der mazedonische Parlamentspräsident Talat Xhaferi am Freitag den Parlamentsparteien eingeräumt hatte, um ihn darüber zu informieren, ob sie an der öffentlichen Referendumskampagne teilnehmen. Diese soll vom Parlament organisiert werden. Das Namensreferendum findet am 30. September statt.

Laut aktuellen Medienberichten in Skopje ist es nach wie vor unklar, ob sich die nationalkonservative VMRO-DPMNE als größte Oppositionskraft eventuell für einen Referendumsboykott entscheidet. Deren Chef Hristijan Mickoski hatte am Sonntag angekündigt, dass seine Partei auf die aus der Regierungskasse bereitgestellten Finanzmittel verzichtet.

Die Regierung hatte für die Referendumskampagne 80 Millionen Denar (1,30 Mio. Euro) bereitgestellt. Beim Referendum sollen sich die Bürger zu der am 17. Juli erzielten Vereinbarung mit Griechenland äußern. Demnach soll Mazedonien künftig den Namen Nord-Mazedonien tragen.

Die VMRO-DPMNE, die zwischen 2006 und Mitte 2017 an der Macht war, ist der Namenslösung abgeneigt. Die Wahlkampagne soll offiziell am 10. September starten.

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