Schlagabtausch um Zeitarbeiter in Tirol

Die Arbeitskräfteüberlasser werfen der Gewerkschaft Pro-GE vor, Fake-News zu verbreiten.

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In Tirol gibt es laut AMS etwa 4000 Leiharbeiter.
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Innsbruck –Scharf reagierte Robert Hasibeder, Sprecher der Tiroler Arbeitskräfteüberlasser in der Wirtschaftskammer Tirol, auf Aussagen von Bernhard Höfler von der Produktionsgewerkschaft Pro-GE vom Wochenende. Dieser hatte in einem Artikel der TT zum Thema Zeitarbeit von „immer noch genug schwarzen Schafen“ in der Branche gesprochen. Meist gehe es um erzwungene einvernehmliche Auflösungen der Dienstverhältnisse, um Stehzeiten oder darum, dass Krankenstände nicht bezahlt werden müssen. Auch würden Referenzzuschläge, also Diäten, oft nicht ausbezahlt. Zudem meinte Höfler, dass Leiharbeitern Mittel aus dem Sozial- und Weiterbildungsfonds zustehen, dies aber den meisten Leiharbeitern verschwiegen werde.

In einer Aussendung am Montag kritisierte Hasibeder die Pro-GE heftig und erklärte, die Gewerkschaft arbeite hier mit Fake-News, „ohne Rücksicht auf Verluste und die eigene Klientel“. Der Sozial­- und Weiterbildungsfonds werde nämlich von der Gewerkschaft mitverantwortet. Insofern kritisiere die Gewerkschaft auch hier die eigenen Vertreter. Leiharbeiter würden heute faktisch über die gleichen Rechte verfügen wie Festangestellte. „Darüber hinaus werden wir besonders in Bezug auf Lohn- und Sozialdumping streng kontrolliert“, so Hasibeder.

Zeitarbeit sei heute für viele der erfolgreiche Einstieg ins Berufsleben und das Sprungbrett zu einer dauerhaften Anstellung. (TT, hu)

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