Erdogan setzt Annäherung an Europa fort - Telefongespräch mit May

Istanbul/Ankara (APA/dpa) - Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan setzt inmitten einer schweren Währungskrise seine diplomatisc...

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Istanbul/Ankara (APA/dpa) - Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan setzt inmitten einer schweren Währungskrise seine diplomatische Offensive Richtung Europa fort und hat mit der britischen Premierministerin Theresa May telefoniert. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, sei es dabei am Montag auch um Wirtschaft, Handel und Investitionen gegangen.

Demnach soll es bald ein Treffen zwischen dem türkischen Finanzminister Berat Albayrak und seinem britischen Amtskollegen geben.

Erdogan hat in den vergangenen Wochen bereits mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron telefoniert. Ein schweres Zerwürfnis mit den USA über das Schicksal eines in der Türkei wegen Terrorvorwürfen festgehaltenen US-Pastors hatte die Landeswährung Lira auf historische Tiefststände einbrechen lassen. Die Türkei erhofft sich von Europa Rückendeckung gegen den „Wirtschaftskrieg“ der USA, die die Freilassung des US-Pastors mit Sanktionen und Strafzöllen erreichen wollen.

Am Montagnachmittag trifft Albayrak bereits seinen französischen Kollege Bruno Le Maire in Paris. Am 21. September soll Albayrak den deutschen Finanzminister Olaf Scholz in Berlin treffen. Die Zusammenkunft dient auch der Vorbereitung eines Staatsbesuchs von Erdogan Ende September in Berlin.


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