Schwazer Krankenhaus will Energieverbrauch senken

2017 hat sich im BKH Schwaz einiges geändert. Die Patienten werden mehr, die Mitarbeiter auch und der Andrang zur neuen Tagesklinik steigt.

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Das Krankenhaus Schwaz.
© Dähling

Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz –Für die Gemeinden im Bezirk Schwaz ist das Bezirkskrankenhaus alljährlich ein großer Budgetposten. Aber für Franz Hauser, Obmann des Gemeindeverbandes, haben sich die Investitionen der letzten Jahre klar ausgezahlt. „Die Stimmung in den Gemeinden ist gut. Unsere Vorleistungen rechnen sich. Wir hatten 2017 etwa 2000 Patienten mehr als im Jahr davor. Und viele davon kommen aus dem Bezirk“, sagt Hauser. Für ihn ein Zeichen, dass die Bevölkerung zufrieden ist.

Zufrieden ist vor allem die Krankenhausführung. „Wir haben ein Plus von vier Millionen Euro“, sagt GF Margit Holzhammer und fügt hinzu: „Und das, obwohl wir in unser Leistungsangebot und in die Modernisierung der Infrastruktur investiert haben.“ Baustellen gab es im Schwazer Krankenhaus jede Menge. Ambulanzbereiche wurden saniert, die Intensivstation modernisiert, das lang ersehnte MRT-Gerät eingebaut oder auch eine Tagesklinik installiert. Rund 400 Patienten wurden im ersten halben Jahr tagesklinisch versorgt. „Häufige Eingriffe waren z. B. Kniearthroskopien, Metallentfernungen, Operationen des Karpaltunnelsyndroms, aber auch Gebärmutterspiegelungen“, sagt Primar Markus Reichkendler. Zwischen drei und sieben Personen werden pro Tag dort behandelt.

Die Tagesklinik ist mit ein Grund, warum das Personal im Vorjahr um 20 Personen aufgestockt wurde. Das BKH Schwaz ist mit 679 Mitarbeitern der viertgrößte Arbeitgeber im Bezirk. Damit diese künftig nicht mehr alle mit dem Auto zum Dienst fahren, will das Krankenhaus ein Mobilitätskonzept erarbeiten. „Als Klimabündnispartner wollen wir uns mit dem VVT zusammensetzen und Maßnahmen entwickeln“, sagt Holzhammer. Leih-E-Bikes stehen den Mitarbeitern bereits zur Verfügung. Auch ein Betriebsbus sei nicht auszuschließen. „Da sind wir aber erst am Anfang“, sagt Holzhammer. Mittels zahlreicher Sanierungen, Umstellungen und Neuerungen will man als Teil der Landes-Energie-Strategie 2050 den Energieverbrauch senken und die Treibhausgasemission um 90 % reduzieren.

Die Sanierung der Tiefgarage soll noch bis November andauern. Rund 4,2 Millionen Euro werden investiert. Mehr Parkplätze gibt es aber nicht. „Es fallen sogar zirka 20 Stück weg. Daher wird der Parkplatz auf der Wiese nur zur Hälfte zurückgebaut. Damit wir am Ende wieder gleich viele Stellplätze haben“, erklärt Holzhammer.

Ebenfalls auf die Tagesklinik zurückführen lasse sich, dass die stationäre Aufnahme sich um 12,9 % erhöht hat, während die Zahl der Belagstage nur um 4,6 % gestiegen ist. Die durchschnittliche Verweildauer im Krankenhaus ist von fünf auf 4,7 Tage gesunken.


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