Zürcher Börse schließt zum Wochenstart mit Aufschlägen

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt ist mit ansehnlichen Gewinnen in die Woche gestartet. Nach einem eher lethargischen Handel ...

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Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt ist mit ansehnlichen Gewinnen in die Woche gestartet. Nach einem eher lethargischen Handel in einer relativ engen Spanne kam am Nachmittag neuer Schwung in den Handel. Rückenwind gab es von der Wall Street, respektive dem Ende des NAFTA-Streites. US-Präsident Donald Trump zufolge haben die USA und Mexiko beim nordamerikanischen Freihandelsabkommen eine Einigung erzielt.

Dies hievte den Dow Jones an der Wall Street erstmals seit Anfang Februar wieder über die Marke von 26.000 Punkten und zog die europäischen Marktplätze im Schlepptau mit. Der Nasdaq und der S&P 500 erreichten gar neue Bestmarken. Dass die Gespräche zwischen den USA und China davor ergebnislos geendet hatten, trat damit in den Hintergrund. Unterstützung gab es auch von Konjunkturseite in Form eines starken Ifo-Index: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist erstmals seit neun Monaten wieder gestiegen, und das unerwartet stark.

Der Swiss Market Index (SMI) rückte um 0,51 Prozent auf 9.098,70 Punkte vor. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) gewann 0,66 Prozent auf 1.488,18 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,52 Prozent auf 10.860,64 Punkte. Dabei dominierten die Gewinner die Verlierer im Verhältnis 29 zu eins.

Deutlich nach oben ging es mit verschiedenen zyklischen Papieren wie Sika (plus 2,4 Prozent), Clariant (plus 1,6 Prozent), Schindler (plus 1,6 Prozent), Geberit (plus 1,5 Prozent) oder Logitech (plus 1,3 Prozent). Gut im Markt lagen auch Richemont (plus 1,1 Prozent) und Swatch (plus 0,9 Prozent). Für exportorientierte Firmen sei eine Beilegung der Zollstreitigkeiten eine sehr gute Sache, erklärten Händler.

Die als defensive Anlage in Krisenzeiten gefragten Indexschwergewichte hinkten dem Gesamtmarkt hinterher. Allen voran Novartis und Nestlé (je plus 0,1 Prozent) lagen im Hintertreffen, während sich Roche immerhin um 0,6 Prozent verteuerten. Novartis hat für seine Zelltherapie Kymriah die Zulassung der Europäischen Kommission für die Behandlung von zwei Krebsarten erhalten. Beim Bau einer Produktionsanlage will Novartis jetzt 450 Stellen in der Schweiz schaffen.

Ganz am Tabellenende fanden sich dafür Julius Bär mit minus 0,3 Prozent wieder. Die Privatbank ist rund um die Geldwäschereiaffäre bei der staatlichen venezolanischen Erdölgesellschaft PDVSA in die negativen Schlagzeilen geraten.

Credit Suisse (plus 0,8 Prozent) und UBS (plus 0,7 Prozent) legten zum Handelsende hin deutlich zu. Die Großbankenaktien hatten bereits am Freitag zugelegt im Zuge von Gerüchten um eine mögliche Fusion der italienischen Großbank Unicredit und der französischen Société Générale.

Bâloise (plus 0,8 Prozent) waren am Vortag der Ergebnispublikation ebenfalls gesucht. Dies galt aber auch für andere Versicherer wie Swiss Re (plus 0,8 Prozent) oder Zurich Insurance (plus 0,7 Prozent).

~ ISIN CH0009980894 ~ APA405 2018-08-27/18:17


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