Austria Rail Engineering bei Libyen-Projekt letztlich mit Erfolg

Wien (APA) - Die Gesellschaft Austria Rail Engineering (ARE) ist nach Angaben ihrer Anwälte vor einem Moskauer Schiedsgericht gegen eine Toc...

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Wien (APA) - Die Gesellschaft Austria Rail Engineering (ARE) ist nach Angaben ihrer Anwälte vor einem Moskauer Schiedsgericht gegen eine Tochtergesellschaft der Russischen Eisenbahnen (ZST) erfolgreich vorgegangen. Der Rechtsstreit ging um Zahlungen für ein Bahnprojekt in Libyen, das wegen der im Februar 2011 einsetzenden libyschen Revolution abgebrochen werden musste.

Das österreichische Unternehmen ARE wurde nach Angaben seiner Anwälte 2010 als Subauftragnehmer der ZST, einem Tochterunternehmen der Russischen Eisenbahnen, mit Planungsarbeiten für die Realisierung eines Eisenbahnprojekts zwischen Sirte und Benghazi in Libyen beauftragt. Aufgrund der im Februar 2011 einsetzenden Unruhen und Zusammenstöße musste das Projekt abgebrochen und eine Abrechnung der bis dahin erbrachten Leistungen vorgenommen werden.

Im folgenden, von ARE gegen ZST vor dem internationalen Schiedsgericht der Industrie - und Handelskammer in Moskau eingeleiteten Schiedsverfahren, habe das Schiedsgericht den Standpunkt der ARE bestätigt. Die Klägerin ARE wurde in der juristischen Auseinandersetzung von Baier Rechtsanwälte vertreten. Wie die Anwälte am Montag in einer Aussendung erklärten, habe das Schiedsgericht festgestellt, dass ZST zuzüglich der an ARE bereits bezahlten Anzahlung in der Höhe von ursprünglich rund 7,3 Mio. Euro eine weitere Zahlung von rund 850.000 Euro für bereits erbrachte Leistungen bezahlen müsse sowie ZST die Bankgarantie zu retournieren und Verfahrenskosten zu ersetzen habe.

Gemäß einem von einem russischen Gericht bestätigten Zahlungsplan habe ZST bis Juli 2018 die offene Forderung in monatlichen Raten bezahlt.


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