Tourismus im Außerfern wird in die Pflicht genommen

Am Freitag lädt die regionale Gruppe des Transitforums zur Veranstaltung „Staufrei’s Außerfern“ und fordert dabei Sofortmaßnahmen.

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Vor allem an den Wochenenden kommt der Fernpass als Urlauberroute in den Süden nicht aus den Verkehrsmeldungen heraus.
© Tschol

Reutte –Fritz Gurgiser und seine Mitstreiter von der Transitforum-Gruppe Oberland-Außerfern laden, wie berichtet, am Freitag zur Veranstaltung „Staufrei’s Außerfern“ am Reuttener Isserplatz (18 Uhr). In einem offenen Brief wenden sie sich nun an die Gemeinden der Bezirke Reutte, Imst und Landeck sowie die Bezirkshauptmannschaften und zuständigen Landesbehörden. Diese seien „zur Umsetzung von Maßnahmen verpflichtet“.

Die Gruppierung hat nun sechs Sofortmaßnahmen für die Fernpass- (B179), Mieminger (B189) und Tiroler Bundesstraße (B171) zusammengestellt, die sie am Freitag auch öffentlich diskutieren wollen:

1 Die Neufassung des 7,5-t-Lkw-Fahrverbotes, das allein für Ziel- und Quellverkehr Ausnahmen vorsieht.

2 Tägliche unangemeldete Lkw-Kontrollen und Überwachung des zunehmenden „Kleinlasterunwesens“.

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3Dosiersysteme in Zusammenarbeit mit den bayerischen Behörden sowie aus den Seitentälern des Inntales. Dort seien vor allem auch die Vertreter der Tourismus- und der Freitzeitwirtschaft zur Abänderung der An- und Abreisezeiten sowie alternative Anreisemöglichkeiten gefragt.

4 Verpflichtende Erweiterung der Verkehrsstudie für den Zusammenschluss von Ötztal und Pitztal. Denn nun „drohen weitere Verkehrszunahmen“ – nicht nur von Garmisch (Kramertunnel) aus, sondern auch durch den Zusammenschluss Ötztal-Pitztal (das Verkehrsgutachten ende in Ötztal-Bahnhof und spare die Auswirkungen in Richtung Fernpass und Außerfern aus) oder auch durch das Bond-Museum in Sölden – dort werden 150.000 Gäste pro Jahr erwartet.

5Die nachhaltige und dauerhafte Sicherstellung der strategischen Wasserreserven im Tschirgantmassiv, die durch einen möglichen Tunnel gefährdet würden.

6Rückverlagerung von Arbeitsplätzen, Kaufkraft und Einkommen in die Gemeinden.

Der Verkehr müsse „auf ein zumutbares Maß reduziert werden“, sind sich Gurgiser sowie seine Mitstreiter von der Transitforum-Gruppe, BM Alois Oberer (Reutte), BM Paul Mascher (Biberwier), Josef Leitner (Haiming) sowie Albert Linser (Alt-BM Bichlbach), Hubert Wammes und die „Mütter für eine Xunde Region Oberland und Außerfern“, einig. (pascal)


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