Sölder Vize setzt sich zur Wehr

Die Querelen in Sölden lassen weiterhin die Wogen hochgehen. Jetzt bezieht Vize-BM Reinhard Scheiber Stellung.

  • Artikel
  • Diskussion
Sölden.
© Ploder

Von Thomas Parth

Sölden –Die Ansage von BM Ernst Schöpf, seine Verhandlungen in Sachen Umfahrung Sölden auf Eis zu legen, bringt seinen Vize, Reinhard Scheiber, in Rage. „Aus meiner Sicht hat der Gemeinderat einstimmig dafür gestimmt, die Umfahrung voranzutreiben. Das gilt für mich noch immer“, beteuert Scheiber. Für den Listenführer von „Lebenswerte Heimat“ sind nach wie vor drei Punkte ungeklärt: „Erstens: Wie wird das Ruhegebiet von einer Umfahrung berührt? Zweitens: Was sagen die Grundbesitzer? Drittens: Steht die Finanzierung?“ Eine Arbeitsgemeinschaft habe sich mit der Umfahrung näher beschäftigt, wobei allein Bürgermeister Schöpf seine Hausaufgaben nicht erledigt hätte.

„Meiner Meinung nach hat der Bürgermeister die letzten Wahlen noch immer nicht verkraftet, weil er jetzt Verbündete suchen und Mehrheiten erarbeiten muss“, wettert Scheiber. Für ihn sei es „traurig“, wenn BM Schöpf dies als mühsam betrachte. Wie man die Umfahrungsverhandlungen wieder ankurbeln könne, auch dafür hat Scheiber eine Lösung: „Dass der Bürgermeister die Gespräche führen soll, ist nicht in Stein gemeißelt. Das kann auch ohne ihn weitergehen. Es kann sich auch eine neue Arbeitsgruppe darum kümmern.“

Seine Fraktion sei jedenfalls gewillt, „für die Gemeinde zu arbeiten“, so Scheiber, denn schließlich sei man nicht „angetreten, um den Bürgermeister abzusetzen oder ihm Steine in den Weg zu legen“. Stattdessen habe er, BM Schöpf, mehrfach eine Zusammenarbeit abgelehnt.

Was den gerichtlichen Vergleich betrifft, liege eine eidesstattliche Erklärung vor, in welcher stehe, dass „von uns keine Informationen zu den Anklagepunkten“ gekommen seien. „Klar habe ich als Obmann des Müllausschusses mit dem Berater der Gemeinde Informationen ausgetauscht, aber nicht mehr“, unterstreicht Scheiber.

"Ice Road": 50x2 Karten für den Premieretag gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

Eine Auflösung des Gemeinderates oder Neuwahlen stehen für Scheiber außer Diskussion: „Diese Frage stellt sich für mich gar nicht.“


Kommentieren


Schlagworte