Fonds Soziales Wien betreute im Vorjahr 126.600 Personen

Wien (APA) - In der Bundeshauptstadt Wien sind im Vorjahr 126.600 Menschen vom Fonds Soziales Wien beraten bzw. betreut worden - der 2017 üb...

  • Artikel
  • Diskussion

Wien (APA) - In der Bundeshauptstadt Wien sind im Vorjahr 126.600 Menschen vom Fonds Soziales Wien beraten bzw. betreut worden - der 2017 über ein Budget von 1,7 Mrd. Euro verfügte. Das haben FSW-Chefin Anita Bauer und Sozialstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Dienstag bei der Präsentation des Geschäftsberichts verkündet. Im Bereich Pflege und Flüchtlinge gab es leichte Rückgänge.

Von den Kunden, die Kontakt mit dem FSW hatten, erhielten rund 60.000 Personen Pflege- und Betreuungsleistungen. Rund 1 Mrd. Euro wurden dafür aufgewendet. Bezahlt wurden damit etwa Heimhilfen, Hauskrankenpflege oder Heimplätze. 292 Mio. Euro wurden für Menschen mit Behinderungen bereitgestellt. Dass bei der Pflege Stagnation bzw. sogar eine leichte Reduktion zu verzeichnen war, hat laut FSW unter anderem demografische Gründe.

Im Bereich der Flüchtlingshilfe sind die Zahlen ebenfalls wieder gesunken. Rund 33.550 Menschen erhielten Leistungen aus der Grundversorgen. Im Vorjahr waren es noch fast 37.000 gewesen. Einmal mehr wurde die österreichweit vereinbarte Quote von Wien übererfüllt, wie betont wurde - nämlich zu 138 Prozent. Der Förderaufwand für geflohene Menschen in der Grundversorgung betrug 183 Mio. Euro, wobei der größte Teil davon vom Bund zu tragen ist.

Für die Wohnungslosenhilfe gab der FSW 2017 insgesamt 75 Mio. Euro aus. Hingewiesen wurde etwa auf das bisher umfangreichste Winterpaket. Neu ist die telefonische Gesundheitsberatung. Sie steht seit 2017 rund um die Uhr zur Verfügung.

Wien sei eine Stadt mit einer sehr hohen Lebensqualität, verwies Hacker auf jüngst veröffentlichte Rankings. „Fakt ist, dass das kein Zufall ist, der vom Himmel fällt“, beteuerte er. Vielmehr habe dies mit sozialdemokratischer Politik zu tun. Man gehe aktiv zu den Menschen hin, allein 2017 seien 47.000 Hausbesuche durchgeführt worden.

„Unerträglich“ fand Hacker hingegen, dass die Regierung Asylwerbern keine Lehrausbildung mehr ermögliche. Vor allem auch, weil die Zahlen vergleichsweise gering seien - etwa im Hinblick darauf, dass zwei Drittel der jüngst vom S verkündeten neuen 90.000 Jobs von Zuwanderern aus EU-Ländern besetzt worden seien: „Es ist jämmerlich, welches Bild die Bundesregierung angesichts eines Nicht-Themas abgibt, um von anderen Themen abzulenken.“

„Wien hat die niedrigste Kriminalitätsrate seit ewigen Zeiten“, sagte der Ressortchef. Dies sei unter anderem das Ergebnis von Sozialpolitik. Das bedeute etwa, Betroffenen Ausbildung und Arbeit zu ermöglichen. Die Regierung werde sich die „Zähne ausbeißen“, wenn sie versuche, das Wiener Sozialsystem schlecht zu reden.


Kommentieren