Zwei Fälle von Faulbrut schrecken Imker

In Biberwier musste ein Imker eines seiner Völker vernichten, bei einem zweiten Bienenzüchter stand die Eliminierung des Gesamtbestandes an.

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© Thomas Boehm / TT

Biberwier, Ehrwald –„Es ist noch nicht dramatisch – vor allem aber ist das für Menschen in keinster Weise gefährlich“, betont der Reuttener Amtstierarzt Johannes Fritz. Aber – nach dem Bienenseuchengesetz ist die Faulbrut eine meldepflichtige Krankheit. In Biberwier musste ein Imker eines seiner Völker vernichten (der restliche Bestand kann saniert werden), bei einem zweiten Bienenzüchter stand jedoch die Eliminierung des Gesamtbestandes an. „Noch sieht es nicht so aus, als ob sich die Faulbrut weiter ausgebreitet hätte“, so Fritz, allerdings müssen nun laut Gesetz umfangreiche Untersuchungen durchgeführt werden.

Bei der aufgetretenen Faulbrut handelt es sich um die für Bienen gefährliche und bösartige amerikanische Variante. Diese entwickelt Sporen und sei schwer in den Griff zu bekommen. Zuletzt gab es im Außerfern einen Fall dieser Art von Faulbrut „vor etwa 20 Jahren im Lechtal“, so der Amtstierarzt. Verbreitet werde sie durch infizierte Abfallprodukte von Bienenerzeugnissen, die andere Bienen durch ihre Süße anziehen.

Deshalb wurde eine Bienen-Sperrzone von drei Kilometern gezogen, im Raum Ehrwald müssen Hunderte Völker untersucht werden. Die Proben werden zur Lebensmitteluntersuchung an die AGES geschickt, die Ergebnisse in der kommenden Woche erwartet. (pascal)


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