Iran will Militärberater nach Ende von Konflikt in Syrien behalten

Teheran (APA/AFP) - Der Iran will auch nach dem Ende des syrischen Bürgerkriegs Militärberater in Syrien behalten. Der Verbleib der Militärs...

Teheran (APA/AFP) - Der Iran will auch nach dem Ende des syrischen Bürgerkriegs Militärberater in Syrien behalten. Der Verbleib der Militärs sei Teil eines am Sonntag geschlossenen Kooperationsabkommens, sagte der iranische Militärattache in Damaskus, General Abolghassem Alinejad, am Dienstag laut den Nachrichtenagenturen Fars und Tabnak.

In dem Abkommen werde auch die Unterstützung für die territoriale Integrität und Unabhängigkeit Syriens betont.

Das Abkommen war am Sonntag bei einem Besuch des iranischen Verteidigungsministers Amir Hatami unterzeichnet worden, doch ist bisher wenig daraus bekannt. Laut Medienberichten regelt es die Rolle des Iran in der Nachkriegsordnung. Hatami sagte bei seinem Besuch, in dem Abkommen gehe es um die Stärkung der syrischen Rüstungsindustrie. Syrien gehe von einer Phase der Krise in eine Phase des Wiederaufbaus über, sagte Hatami.

Der Iran unterstützt den syrischen Machthaber Bashar al-Assad seit Beginn des Bürgerkriegs 2011 mit tausenden „Militärberatern“ der Revolutionsgarden. Zudem kämpfen unter iranischem Kommando mehrere schiitische Milizen aus dem Irak, dem Iran und Afghanistan an der Seite der syrischen Armee. Mit ihrer Unterstützung ist es den Truppen Assads inzwischen gelungen, den Großteil des Landes wieder unter ihre Kontrolle zu bringen.

Die Präsenz der iranischen Streitkräfte in Syrien ist den USA, Israel und Saudi-Arabien seit langem ein Dorn im Auge. Besonders Israel hat betont, dass es keine dauerhafte Militärpräsenz seines Erzfeinds in dem Nachbarland tolerieren werde, und die israelische Luftwaffe fliegt seit Jahren immer wieder Luftangriffe auf iranische Stützpunkte und Waffenkonvois für die libanesische Hisbollah-Miliz, die im syrischen Bürgerkrieg ebenfalls für Assad kämpft.


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