Nach Schuss auf deutschen Touristen: Teenager in Kanada festgenommen

Vier Wochen, nachdem einem deutschen Autofahrer in Alberta in den Kopf geschossen wurde, hat die Polizei einen Verdächtigen verhaftet. Das Opfer ist unterdessen halbseitig gelähmt.

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Einsatzkräfte der kanadischen Polizei. (Symbolfoto)
© Reuters

Calgary – Vier Wochen nach dem lebensgefährlichen Schuss auf einen deutschen Autofahrer in Kanada hat die dortige Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Dabei handelt es sich nach Polizeiangaben vom Dienstag (Ortszeit) um einen 16-jährigen Teenager.

Der 60 Jahre alte Tourist war am 2. August mit seiner Familie auf einer Landstraße in der Provinz Alberta unterwegs, als aus einem vorbeifahrenden dem Auto auf den Deutschen geschossen wurde, so die Polizei. Das Opfer wurde am Kopf getroffen. Sein Auto kam von der Straße ab, die anderen drei Insassen wurden leicht verletzt.

Die Polizei machte keine Angaben dazu, warum der Verdächtige schoss. Das Fahrzeug und die mutmaßliche Tatwaffe seien sichergestellt worden.

Opfer halbseitig gelähmt

Nach den Angaben wurde die Kugel in Deutschland aus dem Kopf des Opfers entfernt worden, sie soll in Kanada mit der sichergestellten Waffe verglichen werden. Der Teenager muss sich wegen 14 Straftaten vor Gericht verantworten, darunter versuchter Mord.

Die Polizei habe das Opfer über die Festnahme informiert, sagte Polizeisprecher Curtis Peters dem Sender CTV News. Der Deutsche habe noch einen langen Weg vor sich, bis er wieder gesund sei. Der Zeitung The Star zufolge ist der Mann halbseitig gelähmt und kann nicht mehr sprechen. (dpa)


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