Petritsch: Kneissl nach Putins Hochzeitsbesuch „schwer beschädigt“

Wien/Moskau (APA) - Der ehemalige Spitzendiplomat Wolfgang Petritsch sieht nach dem Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin bei der...

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Wien/Moskau (APA) - Der ehemalige Spitzendiplomat Wolfgang Petritsch sieht nach dem Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin bei der Hochzeit von Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) ein massives Problem für die österreichische Außenpolitik: „Die zentrale operative Figur der Außenpolitik ist die Außenministerin und die ist schwer beschädigt“, erklärte er gegenüber der APA.

Die Einladung des russischen Präsidenten zur Hochzeit sei „nicht nur ein Fehler“ gewesen, „das war eine Dummheit“, sagte der SPÖ-nahe Diplomat. „Fehler kann man korrigieren, Dummheiten werden in der Politik aber nicht so einfach verziehen und sie bleiben hängen“, sagte er.

Petritsch geht davon aus, dass die Symbolkraft jener Bilder, die die Außenministerin etwa bei einem Knicks vor Wladimir Putin zeigen, in der Zukunft noch stärker würden, da sie zunehmend von ihrem ursprünglichen Kontext losgelöst würden.

Versuche von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), der international hervorragend vernetzt sei, sowie von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, der in seine Rolle hinein- und über sie hinauswachse, könnten zwar einiges abdecken, betonte Petritsch. „Letztlich bleibt es aber immer eine Rettungsaktion und Schadensbegrenzung“, erklärte der Diplomat.


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