Protest und Solidarität nach Ankunft der „Diciotti“-Migranten

Rom (APA/dpa) - Die Ankunft der „Diciotti“-Migranten hat in der italienischen Stadt Rocca di Papa bei Rom Protest und Gesten der Solidarität...

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Rom (APA/dpa) - Die Ankunft der „Diciotti“-Migranten hat in der italienischen Stadt Rocca di Papa bei Rom Protest und Gesten der Solidarität ausgelöst. Rechtsextreme Demonstranten hätten am Dienstagabend bei der vorläufigen Unterkunft der Bootsflüchtlinge den faschistischen Gruß gezeigt, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.

Eine Gruppe von Bürgern habe sich mit „Welcome“-Schildern den Demonstranten entgegengestellt und antifaschistische Lieder gesungen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag hatten mehr als 130 Migranten das italienische Küstenwachen-Schiff „Diciotti“ in Catania verlassen können, nachdem sie tagelang darauf ausharren mussten. Die Küstenwache hatte sie und rund 60 andere Mitte August im Mittelmeer gerettet.

Innenminister Matteo Salvini ließ die Migranten erst von Bord, nachdem die katholische Kirche in Italien sowie Albanien und Irland sich bereit erklärt hatten, sie aufzunehmen. Die rund 100 Menschen, die in die Obhut der Kirche kommen, erreichten in der Nacht zum Mittwoch in Rocca di Papa das Zentrum „Mondo Migliore“. Von dort sollen sie laut Ansa auf mehrere Diözesen verteilt werden.

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