Thacis Pläne zu „Grenzkorrektur“ stoßen in Prishtina auf Widerstand

Prishtina (Pristina) (APA) - Vor der nächsten Runde des Normalisierungsdialogs zwischen Belgrad und Prishtina am 7. September in Brüssel ist...

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Prishtina (Pristina) (APA) - Vor der nächsten Runde des Normalisierungsdialogs zwischen Belgrad und Prishtina am 7. September in Brüssel ist Kosovos Präsident Hashim Thaci mit starkem Widerstand gegen seine Idee der „Grenzkorrektur“ mit Serbien konfrontiert. Die Opposition hat laut Medienberichten um eine Sitzung des Parlamentes ersucht, um Thaci daran zu hindern, über die Gebietseinheit des Kosovo zu verhandeln.

Wie die Tageszeitung „Koha Ditore“ am Mittwoch berichtete, haben auch die regierende Allianz für die Zukunft (AAK) des Premiers Ramush Haradinaj und die kleine mitregierende Nisma von Fatmir Limaj angekündigt, dass sie sich der parlamentarischen Erklärung anschließen würden, die Thaci untersagen würde, mit Belgrad über die Gebietseinheit zu verhandeln. Die Opposition möchte die Parlamentssitzung am 4. September abhalten.

Parlamentspräsident Kadri Veseli, der Nachfolger Thacis an der Spitze der Demokratischen Partei (PDK), der größten Regierungspartei, hat die Forderung unterdessen als absurd und völlig unnötig bezeichnet. Die Institutionen der Staaten seien nicht dazu da, Spannungen und Panik hervorzurufen, wurde Veseli zitiert.

Die Präsidenten Serbiens und des Kosovo, Aleksandar Vucic und Hashim Thaci, sollen bei ihrem bevorstehenden Treffen die Bemühungen um ein rechtlich bindendes Abkommen fortsetzen. Ob die von Vucic kürzlich vorgeschlagene „Grenzziehung mit den Kosovo-Albanern“ oder die von Thaci empfohlene „Grenzkorrektur“ zur Sprache kommen sollen, ist nicht bekannt.

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