In Kufstein ist dank Idrissou auch die “Bild“ im Bild

Ex-Profi Mohamadou Idrissou überzeugt beim FC Kufstein nicht nur menschlich und sportlich – auch für die Außenwirkung scheint der Kameruner ein Goldgriff.

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Der ehemalige Bundesliga-Star Mohamadou Idrissou schreibt beim FC Kufstein aktuell ausnahmslos positive Schlagzeilen.
© www.muehlanger.at

Von Tobias Waidhofer

Kufstein –Er hat es schon wieder getan: Beim knappen 1:0-Kerschdorfer-Cup-Sieg des FC Kufstein in St. Johann erzielte der Kameruner Mohamadou Idrissou den Siegtreffer für die Festungsstädter. Nach seiner Einwechslung brauchte der 39-malige Nationalspieler gerade einmal eine Minute, um seine Visitenkarte abzugeben, was ihm in der Meisterschaft zuvor bereits fünfmal gelungen war.

Sportlich scheint der ehemalige Freiburg-, Hannover- und Kaiserslautern-Profi als­o ein Volltreffer. Menschlich ist er das sowieso. Keine Spur von Starallüren bei einem Mann, der zeit seiner Karriere immer auch wieder für den einen oder anderen Aufreger abseits des Rasens gesorgt hatte. Und weil der inzwischen 38-Jährige in Deutschland neben den Sport-Schlagzeilen immer auch wieder Society-Spalten füllte, machte sich zuletzt auch ein Redakteur der Bild-Zeitung auf den Weg in die Festungsstadt, um „Mo“ einen Besuch abzustatten. Das Ergebnis gab es unter dem Titel „Mo Idrissou spielt jetzt für 540 Euro im Monat“ in Deutschlands größter Tageszeitung zu bestaunen. Dabei kamen neben Idrissou auch Kapitän Mathias Treichl und Präsident Hannes Rauch zu Wort.

Der Ex-Politiker Rauch sieht einen „enormen Imagegewinn für den Verein. Einen Bericht in der Bild bekommt nicht jeder österreichischen Fußball-Club.“ Für seinen Königstransfer hat der Präsident sowieso nur lobende Worte übrig: „Er ist menschlich und sportlich eine Bereicherung.“ So manchem Unkenruf zum Trotz. „Viele haben gesagt: ,Was wollt ihr mit dem?‘ Diese Kritik hat Mo im Keim erstickt.“

Nur eine Passage der Bild-Geschichte („Vereins­präsident Hannes Rauch fährt mit einem Roller zum Vereinsgelände“) wollte der Präsident mit einem Augenzwinkern nicht so stehen lassen: „Das ist kein Roller, das ist eine Vespa.“

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