Flämischer Gast auf Schloss Ambras

Bereits zum achten Mal lädt Schloss Ambras mit Leiterin Veronika Sandbichler einen besonderen Gast für die Herbstsaison auf Schloss Ambras e...

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Das Tafelbild ist Patinirs frühestes Gemälde der Weltlandschaftsmalerei. Einflüsse kommen vor allem aus der Miniaturmalerei.
© KHM-Museumverband

Bereits zum achten Mal lädt Schloss Ambras mit Leiterin Veronika Sandbichler einen besonderen Gast für die Herbstsaison auf Schloss Ambras ein. Gestern wurde die diesjährige Leihgab­e aus dem Kunsthistorischen Museum in Wien, mit dem Schloss Ambras ein gemeinsamer Museumsverband verbindet, enthüllt: Joachim Patinirs „Die Marter der heiligen Katharina" wird bis zum 31. Oktober auf Schloss Ambras ausgestellt. Es stellt ein Frühwerk der Panorama- oder Weltlandschaftsmalerei dar, welche später Ikonen wie Pieter Bruegel d.Ä. hervorbrachte. Begleitet hatte das Werk Sabine Pénot, Kuratorin der Gemälde­galerie im Kunsthistorischen Museum, die derzeit an einer großen Bruegel-Ausstellung arbeitet. Patinir sei laut Péno­t ebenso ein Highlight wie Bruege­l, auch wenn der Künstler in neun Jahren nur etw­a 30 Werke erarbeitet habe.

Das Exponat in Ambras ist ein Frühwerk, datiert auf 1515. Und außerdem ein Tafelbild, das für eine maßgebliche Veränderung in der Bildgestaltung steht: Die Landschaft wurde, rein visuell, der religiösen Szene übergeordnet. Dabei bleiben die heilige Katharina und ihr Martyrium das zentrale Thema, das idealerweise auch auf die aktuelle Sonderausstellung „Frauen. Kunst und Macht — Drei Frauen aus dem Hause Habsburg" referiert. (bunt)

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