Zeman: EU sollte Ursprungsländern, nicht Immigranten helfen

Prag (APA) - Nach Auffassung des tschechischen Staatspräsidenten Milos Zeman sollte die EU die Flüchtlingskrise so lösen, dass sie den Urspr...

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Prag (APA) - Nach Auffassung des tschechischen Staatspräsidenten Milos Zeman sollte die EU die Flüchtlingskrise so lösen, dass sie den Ursprungsländern hilft, nicht den Migranten, die nach Europa gekommen sind. Zeman sagte dies am Mittwoch in einer Rede bei einem Jahrestreffen der tschechischen Botschafter auf der Prager Burg.

„Es handelt sich meistens um junge und gesunde Männer, die ihre Länder verlassen und sie damit schwächen“, argumentierte Zeman, der von einem „Brain Drain“ sprach. Zeman würdigte in diesem Zusammenhang die Aktivitäten der Visegrad-Gruppe (V4), die „erkämpfen konnte, dass (die deutsche Bundeskanzlerin) Angela Merkel zugegeben hat, dass die Quoten ein Fehler waren“. „Es wird keine Quoten, keine Umsiedelung (der Flüchtlinge) geben“, betonte der Staatschef.

Zeman kritisierte erneut auch die EU-Sanktionen gegen Russland. Diese seien eine „Lose-Lose-Strategie, bei der beide Seiten verlieren“, sagte er. Keine der Sanktionen habe in der Vergangenheit Wirkung erzielt, wie etwa die Beispiele von Kuba oder Iran bewiesen hätten.

Der tschechische Präsident wiederholte auch die Forderung, dass die tschechische Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem umziehen sollte. Der US-Staatspräsident Donald Trump habe „meine vier Jahre alte Idee kopiert“, sagte Zeman weiter, der als pro-israelischer Politiker gilt, in Anspielung auf den Umzug der US-diplomatischen Vertretung nach Jerusalem.

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