Zwei Ahornblätter, die es rascheln lassen sollen

Alexandre Lavoie und Levko Koper sind zwei neue Gesichter in der Haie-Offensive. Heute (19.15 Uhr, Tiwag-Arena) testet man gegen Kaufbeuren.

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Wollen die Tiwag-Arena im Sturm erobern: Alexandre Lavoie und Levko Koper (r.).
© Michael Kristen

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck –Offensiv ist beim HC Innsbruck vieles beim Alten geblieben. „Professor“ Andrew Clark wird weiter Regie führen, Kapitän Tyler Spurgeon den Vorkämpfer geben, John Lammers abschließen und Ondrej Sedivy wirbeln. Mit Mario Lamoureux gibt es außerdem einen Rückkehrer. Und eigentlich hätte es in der Person von Austin Smith ein weiteres Offensiv-Comeback geben sollen. Gesundheitliche Probleme machten die Verpflichtung des Publikumslieblings jedoch unmöglich.

Ein Ersatz war mit Alexandre Lavoie aber schnell gefunden. Der 25-Jährige springt als zweitbester Scorer der zweiten schwedischen Liga und frischgebackener Meister ins Haifischbecken. „Ich will immer gewinnen und tue alles dafür“, spricht großer Ehrgeiz aus dem Mann aus Montreal, der auch eine gesunde Portion Selbstvertrauen aufweist.

Ob es ein spezieller Druck sei, einen Publikumsliebling wie Smith zu ersetzen? „Darüber denke ich nicht nach. Ich habe viele gute Sachen von Austin gehört. Mein Job ist das zu tun, was ich tun muss. Es ist egal, was vorher war.“

Außerdem freut sich der Kanadier nach den Erfahrungen in Finnland und Schweden („Das sind eher defensive Ligen“) auf die Erste Bank Eishockey Liga. „Ich habe gehört, dass es eine offensive Liga ist.“ Das sei ein „good thing“ für einen Stürmer wie ihn. Informiert über die Haie im Allgemeinen und Coach Rob Pallin im Speziellen hat sich Lavoie bei Mitch Wahl und Sacha Guimond. „Ich habe nur positive Dinge gehört.“

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Das unterschreibt Levk­o Koper sofort. Das zweite neue Gesicht in der Haie-Offensive ist schon länger mit Tyler Spurgeon befreundet und weilte vergangene Saison schon das eine oder andere Mal in Innsbruck. „Ich wollte schon länger mit Tyler zusammenspielen. Diesen Sommer hat es geklappt. Es waren leichte Verhandlungen“, erzählt der Angreifer aus Edmonton, der zuletzt bei den Straubing Tigers in der DEL spielte und dort in 45 Spielen für 12 Punkte verantwortlich zeichnete – nicht unbedingt herausragende Werte.

„Levko wird unterschätzt. Der kann kämpfen, aber auch Tore schießen“, erklärt Tyler Spurgeon. „Das ist eine ganz gute Beschreibung“, antwortet die neue Nummer 40 der Haie, konfrontiert mit den Worten seines „buddys“. Er sei ein Teamplayer, dem der Erfolg der Mannschaft „wichtiger ist als der persönliche. Wenn es für die Mannschaft gut läuft, kommen Tore und Punkte von selbst.“

In Innsbruck („eine großartige Stadt“) fühlen sich beide bereits pudelwohl. Der 27-jährige Koper erhält außerdem bald Verstärkung in Form von Ehefrau Karin, die als Fotografin arbeitet. Es war also kein Zufall, dass Koper dem TT-Fotografen bei seiner Arbeit ganz genau auf die Finger schaute.

Erfahrungen hat das Duo auch schon mit den berüchtigten Trainingseinheiten von Coach Rob Pallin gemacht. „Bei anderen Trainern hattest du zwischen den Übungen immer Verschnaufpausen. Hier ist alles durchgetaktet, man steht nie still“, weiß Koper. „Wir sind auf einem guten Weg“, meint Lavoie.

Das können die Haie bereits heute beweisen, wenn um 19.15 zu Testzwecken der ESV Kaufbeuren in der Tiwag-Arena gastiert.


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