Immofinanz-Vermietungsrekord: Operativer Gewinn bis Juni verdreifacht

Wien (APA) - Die börsennotierte Immofinanz hat im ersten Halbjahr einen neuen Rekord beim Vermietungsgrad erzielt und den operativen Gewinn ...

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Wien (APA) - Die börsennotierte Immofinanz hat im ersten Halbjahr einen neuen Rekord beim Vermietungsgrad erzielt und den operativen Gewinn mehr als verdreifachen können. Der Nettogewinn blieb jedoch mit 86,2 Mio. Euro um 18 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres, geht aus den Halbjahreszahlen von Mittwochabend hervor.

Bis Juni habe die Immofinanz heuer mit 114,8 Mio. Euro schon ein höheres operatives Ergebnis erwirtschaftet als im Gesamtjahr 2017, so CEO Oliver Schumy. Die Entwicklung der nachhaltigen Funds from Operations (FFO), einer Messzahl für die Vermietungsrentabilität, unterstreiche die gestärkte Ertragskraft. Bis Juni stieg der FFO 1 (ohne Immoverkäufe und exklusive wirtschaftlichem Anteil an der CA Immo) um 74 Prozent auf 48,4 Mio. Euro. Damit liege man sehr gut im Plan, 2019 mehr als 100 Mio. Euro FFO 1 zu erzielen, sagte Schumy. Zudem bekräftigte die Immofinanz, dass für 2018 die Dividende von 0,7 auf 0,8 Euro je Aktie steigen soll.

Das Immo-Portfolio des Unternehmens umfasste per Ende Juni 229 Objekte mit 4,3 Mrd. Euro Buchwert, davon 86 Prozent oder 3,7 Mrd. Euro Bestandsobjekte. Die Neubewertung von Immo-Vermögen belief sich nun auf 9,4 Mio. Euro (nach 2,7 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017). Auf Basis der IFRS-Mieterlöse ergab sich eine Bruttorendite von 6,3 Prozent (nach 6,4 Prozent Ende 2017).

Die um Zu- und Verkäufe sowie Fertigstellungen bereinigten Mieterlöse (like-for-like) stiegen im Halbjahr um 2,2 Prozent auf 98,2 Mio. Euro. Insgesamt legten die Mieterlöse um 3,5 Prozent auf 119,0 (114,9) Mio. Euro zu. Der EPRA NAV (Nettovermögenswert) nach der Dividendenausschüttung von 0,7 Euro/Aktie betrug per Ende Juni 28,23 Euro je Aktie (nach 28,6 Euro/Aktie Ende 2017), bereinigt um diese Ausschüttung seien das 1,1 Prozent mehr.

Die Bilanzstruktur sei robust, betonte das Unternehmen. Die Eigenkapitalquote betrage 45,6 Prozent - nach 46,3 Prozent Ende 2017 - und der Netto-Loan-to-Value (Fremdkapital zu Buchwerten, LTV) 41,0 Prozent (nach 40,8 Prozent), am unteren Ende des Zielbands von 40 bis 45 Prozent. Die liquiden Mittel wuchsen seit Ende 2017 von 477,9 auf 563,7 Mio. Euro. Die Finanzierungskosten seien erneut gesunken - auf 1,87 Prozent ohne Derivate bzw. 2,19 Prozent mit.

Der Abschluss des Verkaufs des 26-Prozent-Anteils der Immofinanz an der CA Immo - an den US-Investor Starwood für 757,9 Mio. Euro - werde bis Ende des 3. Quartals erwartet. Wie berichtet will die Immofinanz durch den Verkauf auf Zwei-Jahres-Sicht rund 184 Mio. Euro Gewinn erzielen, das entspreche rund 30 Prozent Return on Investment (RoI).

Für den Erwerb der 29,1-Prozent-Beteiligung an der s Immo AG würden aktuell die kartellrechtlichen Bewilligungen in mehreren Ländern eingeholt. Mit dem Closing werde unverändert bis zum Ende des 3. Quartals gerechnet.

Am Donnerstag hält der Immofinanz-Vorstand dazu noch ein Halbjahrespressegespräch ab.

~ ISIN AT0000809058 WEB http://www.immofinanz.com ~ APA484 2018-08-29/18:52


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