Börse Frankfurt im Eröffnungshandel unter Druck

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Donnerstag in die Knie gegangen. Negative Vorgaben der asiatischen Börsen ...

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Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Donnerstag in die Knie gegangen. Negative Vorgaben der asiatischen Börsen und die anhaltende Unsicherheit über den Handelsstreit der USA mit China beunruhigten die Anleger, hieß es. Der DAX konnte im frühen Handel die von vielen Marktteilnehmern als Unterstützungslinie angesehene Marke von 12.500 Punkten nicht halten und notierte zuletzt 0,69 Prozent niedriger bei 12.475,07 Zählern.

Der MDAX der mittelgroßen deutschen Unternehmen sank um 0,56 Prozent auf 27.133,10 Punkte. Der TecDAX verlor 0,26 Prozent auf 3.031,67 Zähler.

Laut Helaba-Analyst Christian Schmidt zeichnet sich noch keine Lösung für den US-Handelsstreit mit China ab. „Insofern überrascht es nicht, dass sich die Marktteilnehmer hierzulande, trotz der festen Wall Street, nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen wollen, zumal weitere Unsicherheitsfaktoren, beispielsweise mit Blick auf die Türkei, vorhanden sind“, so Schmidt.

Unter den Einzelwerten fielen die Aktien von Fresenius Medical Care (FMC) als DAX-Schlusslicht mit einem Minus von mehr als 3 Prozent negativ auf. Ein Analyst verwies auf steigende Risiken bei der Rückerstattungspraxis für Dialyse-Dienstleistungen in Kalifornien. Ein Händler sprach zudem von Gewinnmitnahmen nach den klaren Kurssteigerungen der vergangenen beiden Handelstage.

Die Sorgen über ein eventuell etwas trägeres Geschäft belastete die Aktien des Spezialchemiekonzerns Covestro weiter. Im frühen Handel fielen sie als einer der größten DAX-Verlierer um 1,8 Prozent - nach Verlusten von 3 Prozent beziehungsweise 2 Prozent an den vergangenen beiden Tagen. Seit ihrem Rekordhoch im Jänner haben die Covestro-Papiere nun rund 22 Prozent eingebüßt. Auf einer Branchenkonferenz habe der Kunststoffspezialist einen gewissen, leichten Sommer-Abschwung im Europa-Geschäft vor dem saisonal stärksten Monat September signalisiert, erklärte Analyst Michael Schäfer von der Commerzbank.

Nach den endgültigen Fielmann-Zahlen verbilligten sich die Aktien der Optikerkette um 3 Prozent. Die finalen Kennziffern der Hanseaten hätten den vorläufigen Eckdaten entsprochen, sagte ein Händler am Morgen. In den ersten sechs Monaten des Jahres hatten Wetterkapriolen, höhere Personalkosten und Wechselkursschwankungen dem Unternehmen zu schaffen gemacht.

Der mögliche Rücktritt von Unternehmenschef Gregory Ellis ließ die Aktien des Internetportalbetreibers Scout24 am MDAX-Ende um 4 Prozent absacken. Ellis will aus persönlichen Gründe aus dem Amt ausscheiden. Die Unsicherheit infolge eines solchen Schrittes komme bei Investoren nie gut an, sagte ein Händler. Allerdings müssten zunächst Details zum möglichen Wechsel an der Konzernspitze abgewartet werden.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA136 2018-08-30/10:16


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