Freigabe von Pannenstreifen kostet 16 Mio. €

Verkehrsminister Norbert Hofer (FP) beziffert die Kosten für eine tempo-räre dritte Autobahnspur zwischen Innsbruck und Zirl mit 16 Mio. Euro.

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© Böhm

Innsbruck –Auf der Ostautobahn A4 bei Wien wurde das Pilotprojekt bereits im Juli gestartet. In Salzburg ist zu verkehrsbedingten Stoßzeiten ebenfalls die Öffnung des Pannenstreifens zwischen Wallersee und Salzburg-Nord angedacht. Das trifft auch auf den Abschnitt von Innsbruck-Kranebitten bis Zirl-Ost zu. Mehr als 60.000 Fahrzeuge werden dort täglich gezählt. An den Tagesrandzeiten führt der Pendlerverkehr aus dem Oberland, dem westlichen Mittelgebirge, dem Sellraintal und dem Seefelder Plateau in die Landeshauptstadt tagtäglich zu Staus. „Aufgrund von regelmäßigen Stauerscheinungen in den Morgen- und Abendspitzen im Abschnitt Innsbruck-West bis Zirl-Ost soll durch eine temporäre Pannenstreifenfreigabe die Verkehrsqualität kurzfristig verbessert und die Stauerscheinung vermindert werden“, befürwortet Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) in einer parlamentarischen Antwort auf eine Anfrage der NEOS eine zeitweilige dritte Autobahnspur.

Die Pinken, die Tiroler SPÖ und die FPÖ befürworten die temporäre Freigabe des Pannenstreifens westlich von Innsbruck. Doch das Vorhaben ist laut Hofer noch in der Warteschleife. „Die Autobahngesellschaft Asfinag möchte noch die Ergebnisse der Teststrecke auf der A4 abwarten. Außerdem sind Behördengenehmigungen ausständig sowie weitere Rahmenbedingungen zu klären.“ Nur: Unabhängig von der Pannenstreifenfreigabe muss spätestens in zwei Jahren eine Generalerneuerung der Fahrbahn auf dem rund neun Kilometer langen Autobahnteilstück erfolgen, die Oberflächenentwässerung an den Stand der Technik angepasst und die bestehenden Lärmschutzeinrichtungen aufgrund des Erhaltungszustandes erneuert werden.

Sollte die Asfinag die dritte Spur weiterverfolgen, wäre es wohl vernünftig, in dieser Zeit auch die baulichen Rahmenbedingungen für die Öffnung des Pannenstreifens vorzunehmen. Dazu gehören zusätzliche Pannenbuchten, Überkopfportale und seitliche Anzeigequerschnitte. Die Ein- und Ausfahrten zu den Autobahnparkplätzen müssen ebenfalls adaptiert werden, sodass beim Befahren des Pannenstreifens eine Auf- und Abfahrt gefahrlos möglich ist. Die Gesamtkosten beziffert der Verkehrsminister mit 15,8 Mio. Euro. Die Signalisierung und die erforderlichen Kabelgrabungsarbeiten kosten zehn Mio. Euro. „Die restlichen 5,8 Millionen Euro sind für die Errichtung der Pannenbuchten notwendig“, meint Hofer. (pn)

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