Schulautonomie: Noch Zurückhaltung bei Schulclustern

Wien (APA) - Noch Zurückhaltung üben die Schulen bei einem zentralen Punkt des im Sommer 2017 beschlossenen Schulautonomiepakets, dessen Bes...

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Wien (APA) - Noch Zurückhaltung üben die Schulen bei einem zentralen Punkt des im Sommer 2017 beschlossenen Schulautonomiepakets, dessen Bestimmungen großteils heuer erstmals wirksam werden. Nur wenige Standorte haben die Möglichkeit genutzt, sogenannte Schulcluster zu bilden, zeigt ein Rundruf der APA in den Ländern. Ausnahme ist das Burgenland, wo es ab dem neuen Schuljahr vier Cluster gibt.

Mit der Möglichkeit des Zusammenschlusses von bis zu acht Schulen in sogenannten „Clustern“ sollen Ressourcen besser genutzt werden. Lehrer sollen etwa bei Bedarf auch an anderen Schulen des Clusters unterrichten, der Clusterleiter einen Großteil der Verwaltung übernehmen. An den einzelnen Schulen gibt es dann statt Direktoren nur mehr Bereichsleiter, die dafür mehr unterrichten. Freigewordene Ressourcen können die Schulen etwa in Verwaltungspersonal investieren. Möglich sind auch „Mischcluster“ zwischen Bundesschulen (AHS, BMHS) und Pflichtschulen (vor allem Volksschulen, Neue Mittelschulen).

Die Clusterleiter (allerdings auch die Direktoren, wenn es keinen Cluster gibt) erhalten in bestimmten Bereichen auch mehr Rechte. So können sie etwa flexible Gruppengrößen festlegen, Klassenschülermindest- wie -höchstzahlen sowie Teilungsziffern fallen weg. Dadurch freiwerdende Ressourcen können in Maßnahmen wie Förderangebote oder Teamteaching fließen. Auch die Auswahl von neuen Lehrern obliegt den Clusterleitern.

Zwar plant man in vielen Bundesländern Cluster, wirklich umgesetzt wurden sie bisher aber nur in zwei. Vorreiter ist das Burgenland, wo bereits im vorigen Schuljahr im Bezirk Neusiedl der erste Pilotcluster eingerichtet wurde. Zusammengeschlossen haben sich dafür die Sonderschule Frauenkirchen, die Sport-Neue Mittelschule (NMS) Frauenkirchen, deren Expositur in Illmitz sowie die beiden Volksschulen Frauenkirchen und Illmitz.

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Mit dem Schuljahr 2018/19 werden diese Schulen zwei neuen Clustern zugeordnet: Im Cluster Frauenkirchen sind die Volksschule, die NMS, die Polytechnische Schule sowie die Sonderschule in Frauenkirchen zusammengeschlossen, im Cluster Illmitz die Volksschule sowie die bisherige NMS-Expositur in Illmitz sowie die Volksschule in Apetlon. Dazu kommen noch der Cluster Andau mit der Volksschule und der NMS in Andau sowie der Volksschule Tadten sowie der Cluster Lockenhaus mit der Volksschule und der NMS in Lockenhaus samt deren Expositur in Bernstein sowie der Volksschule Bernstein.

Neben dem Burgenland entstand auch in der Steiermark ein Cluster - hier im höheren Schulbereich: In Bad Aussee schließen sich die Handelsakademie (HAK), das Oberstufenrealgymnasium sowie die Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe (HLW) in Bad Aussee zusammen.


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