Bahnpläne im Unterland: “Leute wollen es nicht wahrhaben“

„Wir müssen unser schönes Platzerl schützen", da ist sich die Kufsteinerin Tanja Vorteller sicher. Unzählige Stunden investierte die Mutter ...

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„Wir müssen unser schönes Platzerl schützen", da ist sich die Kufsteinerin Tanja Vorteller sicher. Unzählige Stunden investierte die Mutter eines Kleinkindes neben ihrer Teilzeitbeschäftigung in Führungsposition, um gemeinsam mit den Mitgliedern der Bürgerinitiative „Keine Trasse ohne Tunnel" gegen die geplante Zulaufstrecke zum Brennerbasistunnel mobil zu machen. „Viele Leute wollen es nicht wahrhaben, was da geplant ist. Unser Anliegen ist es, sie darüber aufzuklären", meint Vorteller und verweist auf den morgigen Samstag. Wie berichtet, will die Initiative am Zeller Straßenfest die Festgäste an einem eigenen Stand informieren. Panoramabilder, Pläne und sogar eine „akustische Einstimmung darauf, was auf uns zukommt" in Form von Zuggeräuschen habe man im Gepäck. Und freilich auch die Unterschriftenliste, zu deren 1000 Namen sich — so der Wunsch der Bürgerinitiative — am Samstag noch viele weitere dazugesellen werden.

Seinen Besuch am Infostand angekündigt (16.30 Uhr) hat auch Bürgermeister Martin Krumschnabel. Der Stadtchef setzt vor allem in das Treffen mit Landeshauptmann Günther Platter, das für 11. September geplant ist, viel Hoffnung. „Wenn sie uns helfen, geht es schnell. Wenn nicht, haben wir keine Chance. Das haben wir ja schon bei der Vignettendemo gesehen", so Krumschnabel. Ihre Unterstützung hätten LH Platter wie auch LHStv. Josef Geisler jedenfalls zugesagt.

„Je mehr Leute etwas unternehmen, desto besser", zeigt sich Vorteller motiviert und hofft dabei auch auf tatkräftige Unterstützung für die Ini­tiative. Der Aufwand für die Informationskampagne sei nicht zu unterschätzen — neben Flyern, die schon bald in Arztpraxen und in Geschäften aufliegen werden, wolle man auch versuchen, Experten zum Thema Brennerbasistunnel für Vorträge zu gewinnen. Die Vorhaben der Österreichischen Bundesbahnen einfach hinnehmen werde man jedenfalls nicht, sagt Vorteller: „Wir leben in einem Tourismusgebiet — da hängen viele Arbeitsplätze dran. Es ist verantwortungslos, überhaupt so einen Plan vorzuschlagen." (jazz)

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