Deutsche Inflationsrate bleibt bei 2,0 Prozent - Energie wird teurer

Berlin (APA/Reuters) - Die Inflation in Deutschland verharrt auf vergleichsweise hohem Niveau. Die durchschnittliche Teuerungsrate für Waren...

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Berlin (APA/Reuters) - Die Inflation in Deutschland verharrt auf vergleichsweise hohem Niveau. Die durchschnittliche Teuerungsrate für Waren und Dienstleistungen blieb im August auf dem Juli-Wert von 2,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag nach vorläufigen Berechnungen mitteilte. Im Juni waren die Verbraucherpreise um 2,1 Prozent gestiegen, im Mai um 2,2 Prozent.

Die Europäische Zentralbank sieht für die Eurozone Werte von knapp unter zwei Prozent als ideal für die Konjunktur an. Preistreiber in Deutschland war erneut Energie, die sich mit 6,9 Prozent stärker verteuerte als zuletzt. Der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln schwächte sich leicht ab auf 2,5 Prozent. Bei Dienstleistungen lag das Plus bei 1,4 Prozent, während Mieten um 1,6 Prozent zulegten.

Die hohe Inflation hatte im zweiten Quartal die Lohnzuwächse der Tarifbeschäftigten komplett aufgezehrt. Die Verdienste legten zwischen April und Juni um durchschnittlich 2,0 Prozent zu - die Verbraucherpreise ebenfalls. Experten rechnen aber damit, dass die Reallöhne 2018 das siebente Jahr in Folge zulegen dürften.


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