Energydrink-Verbot - EU-Parlament gegen irreführende Werbesprüche

Brüssel (APA) - Ein generelles Verbot von Energydrinks in der EU ist kein Thema, doch sprach sich vor zwei Jahren das Europaparlament gegen ...

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Brüssel (APA) - Ein generelles Verbot von Energydrinks in der EU ist kein Thema, doch sprach sich vor zwei Jahren das Europaparlament gegen irreführende Werbesprüche auf koffeinhaltigen Getränken aus. Die Europäische Kommission wollte nämlich Werbesprüche für die vor allem bei Jugendlichen beliebten Drinks wie „fördert die Konzentration“, „spendet Energie“ oder „erhöht Ausdauer“ zulassen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfehle allerdings, dass der Verkauf von Energydrinks an Kinder und Jugendliche verboten werden sollte, sagte Karin Kadenbach, umweltpolitische Sprecherin der SPÖ im Europaparlament, auf APA-Anfrage. Ein Verbot der aufputschenden Getränke in den EU-Ländern sei eine Entscheidung der einzelnen Mitgliedstaaten und nicht der EU.

„Es geht nicht darum, Energydrinks zu verbieten, aber wenn Hersteller damit werben dürfen, dass Konzentration und Ausdauer gesteigert werden, geht das zu weit. Mehr als zwei Drittel der Kinder und Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren trinken Energydrinks, die ohnehin schon zu viel Koffein und Zucker enthalten“, sagte Kadenbach.

„Ich habe das Ziel, dass weder Verpackung noch Bewerbung von koffeinhaltigen Lebensmitteln dazu beitragen sollen, dass Konsumenten eine falsche Erwartungshaltung entwickeln. Diese würden mit den sogenannten Health Claims (gesundheitsbezogene Aussagen, Anm.) für Koffein etwa im Zusammenhang mit Energydrinks sicher entstehen“, erklärte die Europaparlamentarierin.

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~ WEB http://www.europarl.europa.eu/portal/de ~ APA362 2018-08-30/14:34


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