Merkel setzt Westafrika-Reise mit Besuch in Ghana fort

Accra/Berlin (APA/AFP) - Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre Westafrika-Reise am Donnerstag mit einem Besuch in Ghana fortge...

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Accra/Berlin (APA/AFP) - Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre Westafrika-Reise am Donnerstag mit einem Besuch in Ghana fortgesetzt. Auf dem internationalen Flughafen der Hauptstadt Accra wurde die Kanzlerin mit militärischen Ehren und 21 Salutschüssen vom ghanaischen Vizepräsidenten Mahamudu Bawumia empfangen.

Auf dem Besuchsprogramm standen außer einem Gespräch mit Staatschef Nana Akufo-Addo die Teilnahme an einem Gespräch mit in Ghana tätigen deutschen Wirtschaftsvertretern und ghanaischen Jungunternehmern. Tags zuvor hatte Merkel ihre Westafrika-Tour mit einem Besuch in Senegal begonnen. Nach Ghana folgt dann Nigeria. Begleitet wird sie auf dem Drei-Tagestrip von einer Unternehmerdelegation, im Zuge der Besuche sollen mehrere Wirtschaftsabkommen unterzeichnet werden. An dem Besuch in Ghana nimmt auch Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) teil, der in den vergangenen Tagen ebenfalls mehrere afrikanische Staaten bereiste.

Müller rief die deutsche Wirtschaft auf, sich stärker in Ghana zu engagieren. Die deutschen Investitionen in Afrika hätten bereits zugelegt, sagte Müller. „Bislang sind in Ghana aber nur etwa achtzig der rund 1000 in Afrika tätigen Unternehmen aktiv.“

Die deutsche Wirtschaft müsse die Chancen in dem westafrikanischen Land „viel stärker wahrnehmen“, forderte der Entwicklungsminister. Das Handelsvolumen zwischen Ghana und Deutschland betrage etwa 500 Millionen Euro. „Das ist nur ein Zehntel des Handels mit Ländern wie Kroatien oder Kasachstan.“

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Merkel hatte bereits am Mittwoch auf der ersten Station ihrer Reise im Senegal für engere Wirtschaftsbeziehungen geworben. Die Kanzlerin verknüpfte dies mit dem Thema der illegalen Migration aus Afrika Richtung Europa. Um das Geschäft der Schleuser zu bekämpfen, bedürfe es neben Möglichkeiten der legalen Zuwanderung nach Europa auch Perspektiven und Jobs für junge Afrikaner in ihren Heimatstaaten, sagte Merkel. Dabei könne die deutsche Wirtschaft eine Rolle spielen.


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