Inhaftierte Migranten aus Kampfgebieten in Libyen umgesiedelt

Tripolis/Genf (APA/dpa) - Mehr als 300 in Libyen inhaftierte Migranten sind mit UNO-Unterstützung aus einer Kampfzone gerettet worden. Sie w...

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Tripolis/Genf (APA/dpa) - Mehr als 300 in Libyen inhaftierte Migranten sind mit UNO-Unterstützung aus einer Kampfzone gerettet worden. Sie wurden in ein anderes Gefangenenlager gebracht, wie ein Sprecher des Flüchtlings-Hochkommissariats UNHCR am Donnerstag in Genf berichtete. Mehr habe man nicht tun können, da Migranten ohne Papiere nach libyschem Gesetz gegen Einwanderungsbestimmungen verstoßen und festgenommen werden.

Nach Angaben des Sprechers waren die Wächter des Lagers in der Hauptstadt Tripolis offenbar schon vor einigen Tagen vor heftigen Kämpfen geflohen. In Libyen kämpfen seit dem Sturz des Machthabers Muammar al-Gaddafi 2011 rivalisierende Gruppen um die Vorherrschaft. Die Wächter hätten die Insassen ohne Nahrungsmittel und Wasser eingesperrt zurückgelassen. Einige der 322 - überwiegend Männer aus Eritrea, Äthiopien und Somalia - hätten Mitarbeiter von Hilfsorganisationen alarmieren können. Die UNO-Vertreter waren wegen der Sicherheitslage aber erst am Mittwoch zu dem Lager gelangt.

~ WEB http://www.unhcr.org ~ APA393 2018-08-30/15:17

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