Wacker gegen Hartberg: Brisantes Duell der Aufsteiger

Trafen der FC Wacker und Hartberg letzte Saison als Aufstiegskonkurrenten aufeinander, duellieren sich beide Klubs heute ab 17 Uhr im Tivoli-Stadion als Bundesliga-Nachzügler.

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Von Wolfgang Müller

Innsbruck –Das Wetter passt irgendwie zum heutigen Aufsteigerduell ab 17 Uhr im Tivoli-Stadion. Trifft doch der Vorletzte FC Wacker bei prognostiziertem Dauerregen auf den punktegleichen Zehnten TSV Hartberg. Beide Klubs haben nach fünf Runden bereits vier Niederlagen kassiert. Im Vorverkauf wurden rund 2500 Karten abgesetzt, mit knapp 4000 Fans rechnet man beim FC Wacker. Beim 0:0 im letzten Zweitligaduell zwischen den beiden Klubs saßen 3800 Zuschauer im Tivoli. Der Schwung des Aufstiegs ist offenbar schon wieder verpufft. Kein Wunder, wurden doch die beiden Tivoli-Auftaktpartien verloren.

So negativ wie die nackten Zahlen in der Tabelle ist die Lage bei beiden Klubs – noch – nicht. „Gut gespielt, in der Liga angekommen und konkurrenzfähig“, bekamen beide Trainer nach den Niederlagen jeweils zu hören. Klingt gut, bringt aber nichts. Denn im Profi-Fußball zählt irgendwann nur das Resultat. „Daher werden wir alles versuchen und alles reinlegen, um drei Punkte zu holen“, erklärte Wacker-Coach Karl Daxbacher. Dieser Satz könnte freilich auch von Hartberg-Coach Markus Schopp stammen. Der ehemalige ÖFB-Teamspieler will „Zählbares mit nach Hause nehmen“. Man wolle nicht nach Tirol fahren, um in Innsbruck gewesen zu sein. „Sondern wir wollen unser Spiel durchziehen, wollen dort weitermachen, wo wir letztes Mal aufgehört haben“, sagte Schopp mit Blick auf die knappe 0:1-Heimniederlage zuletzt gegen den LASK. Als Cotrainer auf der Hartberger Bank sitzt übrigens Ex-Wacker-Profi Jürgen Säumel.

Und ein ehemaliger Hartberger hofft heute, dass er im schwarzgrünen Dress zum Einsatz kommt. Trotz der angespannten Lage verspürt Stefan Meusburger noch keinen Druck: „Ob ich spiele, entscheidet der Trainer, und nach fünf Runden ist es noch viel zu früh für Prognosen“, so Meusburger, der den Unterschied zwischen dem FC Wacker und Hartberg auf den Punkt bringt: „Das Umfeld in Innsbruck ist schon eine andere Hausnummer, dafür hat man in Hartberg eigentlich überhaupt keinen Druck.“

Noch ortet Daxbacher, dem alle Kaderspieler zur Verfügung stehen, keinerlei Unsicherheiten bei seinen Kickern: „Das Auftreten war und ist in Ordnung. Das Manko liegt in der Effizienz.“ Und genau die muss heute gegen Hartberg drastisch erhöht werden.


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