Sonnig, heiß und trocken: Rekordsommer sagt leise Servus

Ganz untypisch – mit Kälte und Regen – verabschiedet sich heute der meteorologische Sommer. Ein Sommer, der vor allem von Sonnenstunden und Hitzetagen geprägt war.

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Heute geht der meteorologische Sommer zu Ende. Es ist der viertwärmste seit Aufzeichnung der Wetterdaten.
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Innsbruck – Sonne, Trockenheit und eine nahezu nicht enden wollende Hitzewelle im Juli und August. Der Sommer des Jahres 2018 wird als rekordverdächtig in Erinnerung bleiben und in die Wetter-Geschichtsbücher eingehen. Denn nach einem gewitterreichen und wechselhaften Juni etablierte sich im Juli allmählich stabiles Hochdruckwetter, wie der Wetterdienst Ubimet in seiner Bilanz anlässlich des heute zu Ende gehenden meteorologischen Sommers erinnert. Zunächst hielt sich die Hitze noch in Grenzen. Erst zum Höhepunkt des Sommers, zu den Hundstagen, begann in der dritten Julidekade eine lang anhaltende Hitzewelle, die bis weit in den August hineinreichte. In den meisten Landeshauptstädten wurde ein neuer Rekord aufgestellt, was die Länge der Hitzewelle angeht.

Die meisten Hitzetage, also Tage mit Temperaturen über 30 Grad, wurden in Hohenau an der March mit 48 Tagen registriert. In Tirol führt die Hitzetage-Liste Landeck (34 Hitzetage) vor Innsbruck (33) an. In der Wertung der höchsten Sommertemperaturen nimmt die Landeshauptstadt in Tirol den ersten Platz ein: Am 31. Juli kletterte an der Messstelle der Universität Innsbruck die Quecksilbersäule des Thermometers auf 36 Grad. Am sonnigsten war es in Rinn mit 735 Sonnenstunden.

Der Nachteil der langen Hitzeperiode – es war der viertwärmste Sommer der Geschichte – war die ausgeprägtere Trockenheit. „Besonders betroffen waren die Regionen von Vorarlberg bis Oberösterreich und dem Waldviertel, hier fielen teilweise nur 30 Prozent des üblichen Sommerregens“, so Ubimet-Chefmeteorologe Manfred Spatzierer. Mit gerade einmal 125 Litern Niederschlag pro Quadratmeter war Nauders diesen Sommer die trockenste Gemeinde Tirols und die dritttrockenste Österreichs. Während nämlich der Juni noch von zahlreichen Gewittern geprägt war, traten diese im Juli beinahe gar nicht mehr auf. Im August kam dann wieder mehr Abwechslung ins Wetter und somit stieg die Gewitteraktivität wieder an.

Rekordverdächtig kalt wurde es dann vergangenes Wochenende mit Schneefall auf bis zu 1500 Meter. In St. Jakob im Defereggental sank die Temperatur in der Nacht auf Montag auf frostige –0,9 Grad. Es war die kälteste Augustnacht in Österreich seit 1998. (np, TT)


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