Kampagne für Namensreferendum in Mazedonien gestartet

Skopje (APA) - Unter dem Motto „Sag JA zu einem europäischen Mazedonien“ ist in dem Balkanland die Kampagne für das Namensreferendum am 30. ...

  • Artikel
  • Diskussion

Skopje (APA) - Unter dem Motto „Sag JA zu einem europäischen Mazedonien“ ist in dem Balkanland die Kampagne für das Namensreferendum am 30. September gestartet. Wie die Presseagentur MIA am Freitag berichtete, treten unter dem gemeinsamen Motto sowohl Regierungsparteien als auch nichtparlamentarische Kräfte und nicht-staatliche Organisationen auf. Insgesamt sind es bisher etwa 100 Parteien und Organisationen.

Der sozialdemokratische Ministerpräsident Zoran Zaev forderte zum Start der Kampagne erneut auch VMRO-DPMNE-Chef Hristijan Mickoski auf, sich den Bemühungen um einen Erfolg der Volksabstimmung anzuschließen. Dabei sollen sich die Mazedonier zu dem am 17. Juni mit Athen unterzeichneten Abkommen zur Lösung des langjährigen Namensstreites äußern. Mazedonien soll künftig den Namen „Republik Nord-Mazedonien“ tragen.

Die Regierung legte in ihrer Kampagne den Akzent auf die EU- und NATO-Zukunft des Landes. „Es ist an der Zeit für die Entscheidung! Gehen wir vorwärts in die NATO und die EU“, lautete gemäß MIA eine der Parolen. Laut der jüngsten Umfrage des International Republican Institute (IRI) ist die Unterstützung für den EU-Beitritt des Landes im Steigen begriffen und liegt derzeit bei 83 Prozent. 77 Prozent der Bürger möchten ihr Land in der NATO sehen. Befragt wurden 1.100 Personen.

Die nationalkonservative VMRO-DPMNE ist der Namenslösung abgeneigt. Die Partei, die zwischen 2006 und Mitte des Vorjahres an der Macht war, forderte ihre Anhänger bisher aber nicht zu einem Referendumsboykott auf.


Kommentieren