Lage auf ISS nach Riss in Raumkapsel wieder normal

Moskau (APA/dpa) - Nach der Aufregung um einen Riss in der Sojus-Raumkapsel hat sich die Lage auf der Internationalen Raumstation (ISS) wied...

Moskau (APA/dpa) - Nach der Aufregung um einen Riss in der Sojus-Raumkapsel hat sich die Lage auf der Internationalen Raumstation (ISS) wieder normalisiert. Das kleine Leck sei mit einem klebstoffgetränkten Spezialtuch erfolgreich abgedichtet worden, teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos am Freitag mit. „Der Luftdruck ist normal, es wurden auch keine weiteren Risse gefunden“, hieß es.

In der Nacht auf Donnerstag war nach ersten Erkenntnissen ein Mikrometeorit in der russischen Kapsel eingeschlagen. Dadurch entstand ein rund zwei Millimeter großer Riss, was zu einem Druckabfall in der Raumstation führte, die in rund 400 Kilometern Höhe die Erde umrundet. Der Vorfall sei jedoch für die Besatzung ungefährlich gewesen, hieß es. Die Sojus-Kapsel, die an der ISS angedockt ist und die Raumfahrer wieder auf die Erde bringen soll, könne weiter verwendet werden.

Die Besatzung habe zudem Tests durchgeführt, ob weitere Reparaturen notwendig seien. „Gestern hat sich wieder gezeigt, wofür unser Notfalltraining gut ist“, twitterte der deutsche Astronaut Alexander Gerst. Gemeinsam mit der Crew und den Raumfahrtbehörden auf der Erde habe man das kleine Leck schnell finden und verschließen können.

Die Raumfahrer werden vor ihrem Einsatz wochenlang trainiert und auf mögliche Unfälle minutiös vorbereitet. Der normale Betrieb auf der ISS sollte bereits am Freitag wieder aufgenommen werden.

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