Fußball: Altach unter Sieg-Zwang: „Nichts darf mehr anbrennen“

Altach/St. Pölten (APA) - Noch geht es beim SCR Altach recht ruhig zu. Nach dem schlechten Bundesliga-Start mit bisher nur zwei Punkten lech...

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Altach/St. Pölten (APA) - Noch geht es beim SCR Altach recht ruhig zu. Nach dem schlechten Bundesliga-Start mit bisher nur zwei Punkten lechzen die Altacher vor dem Heimspiel der 6. Runde gegen SKN St. Pölten aber nach dem ersten Sieg. „Jetzt müssen wir uns endlich mal belohnen, um uns selbst zu zeigen, dass wir auch lernfähig sind“, forderte Altach-Trainer Werner Grabherr.

„Wir sind uns den Sieg für all den Aufwand der letzten Wochen schuldig“, erklärte der jüngste Chefcoach der Liga. Der 32-Jährige ist zuversichtlich: „Wir nähern uns immer mehr an. Am Samstag wird - hoffentlich - St. Pölten endlich einmal dran glauben müssen.“ Die Ergebnis-Flaute setzte das Altacher Team früh in der Saison unter Siegzwang. „Da darf nichts mehr anbrennen. Für das haben wir schon zu viel auf der Strecke gelassen.“

Der Druck liegt vor der sechsten Runde klar aufseiten der Vorarlberger, die seit saisonübergreifend sechs Partien auf einen Heimsieg warten. „Wir wissen, dass wir am Zug sind. St. Pölten kann sich das aufgrund der Tabellensituation auch erst einmal anschauen“, erklärte Grabherr, den auch das sich lichtende Lazarett zuversichtlich macht. Neben Philipp Netzer dürften diesmal aber Emanuel Schreiner und Samuel Oum Gouet fehlen.

Nach St. Pölten treffen die Altacher auf Hartberg, den WAC und die Admira - Mannschaften, die Altach allesamt in Reichweite verortet. Grabherr spricht mit Blick auf diese Spiele von einer entscheidenden Phase im Saisonkalender. „Ein Heimsieg gegen St. Pölten könnte den Umschwung einläuten. Damit würden wir uns Ruhe im Umfeld für die Arbeit während der Länderspielpause holen.“ Im Moment sei die Lage im Ländle zwar noch ruhig. Grabherr: „Fußball ist ein Ergebnis-Sport und wenn die weiter nicht passen, wird es auch beim SCR Altach unangenehm werden.“

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Der SKN St. Pölten indes hat einen Lauf. Oder? „Klar ist es ein Lauf“, sagte Trainer Dietmar Kühbauer. „Ein Lauf, der - das möchte ich betonen - schon lange anhält. Dahinter steckt schon harte Arbeit und es wird nicht einfacher: Jeder will uns die erste Niederlage zufügen.“

Bei den noch immer zweitplatzierten Niederösterreichern steht seit vier Spielen hinten die Null. „Top von den Burschen“, sagte Kühbauer. „Die Abwehr macht das gut, aber auch die Leute davor. Das Abwehrverhalten beginnt immer schon bei den Stürmern. Wieder einmal ein Tor zu kriegen, macht mir aber keine Sorgen - solange wir eines mehr schießen.“

Die derzeit neun Punkte Unterschied in der Tabelle würden das Kräfteverhältnis, so Kühbauer, „überhaupt nicht“ widerspiegeln. „Sie haben gegen Salzburg zuletzt eine gute Leistung gebracht. Wir dürfen nicht so blauäugig sein und glauben, dass es einen Klassenunterschied gibt, Altach ist auf Augenhöhe. Wir sollten für ein kampfbetontes Match gewappnet sein.“ Im Ländle fehlt dem SKN Innenverteidiger Daniel Drescher nach einem Seitenbandeinriss. Kühbauer: „Schade für ihn, nach einigen super Spielen. Aber Verletzungen gehören im Fußball dazu.“


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