Wien-Bonus am Arbeitsmarkt - NEOS kritisieren Ludwig-Vorstoß

Wien (APA) - Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig kann sich vorstellen, Stadtbewohner künftig bei Jobs zu bevorzugen. Bewirbt sich jemand...

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Wien (APA) - Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig kann sich vorstellen, Stadtbewohner künftig bei Jobs zu bevorzugen. Bewirbt sich jemand um eine Stelle bei der Stadt könnte somit bald der Wohnsitz bzw. die Dauer des Aufenthaltes in Wien ausschlaggebend sein. Die NEOS sehen darin einen klaren Fall von Diskriminierung. Sie haben am Freitag einen entsprechenden Resolutionsantrag im Gemeinderat angekündigt.

Das Ansinnen verhöhne Kernelemente des europäischen Gedankens wie die Arbeitnehmerfreizügigkeit und die Niederlassungsfreiheit, heißt es in dem der APA vorliegenden Antrag. Außerdem werde mit dem Vorschlag die österreichische Bevölkerung gespalten. Auch würden humanistische Werte einer gleichberechtigten Gesellschaft verraten.

„Weder Parteibuch noch Wohnort oder Herkunft, sondern die Qualität muss zählen“, befand der designierte Klubchef der Wiener NEOS, Christoph Wiederkehr, in einer Stellungnahme. Das sei auch nötig für einen starken Wirtschaftsstandort, hieß es. Mit dem Antrag, der in der Sitzung am 27. September eingebracht wird, wird der Gemeinderat aufgefordert, die diesbezüglichen „Bestrebungen des Bürgermeisters“ zu verurteilen und abzulehnen.


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