Fußball: Austria-Negativserie gegen Mattersburg soll Samstag enden

Wien/Mattersburg (APA) - Die Wiener Austria wartet in der Fußball-Bundesliga schon seit mehr als einem Jahr auf einen Sieg gegen den SV Matt...

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Wien/Mattersburg (APA) - Die Wiener Austria wartet in der Fußball-Bundesliga schon seit mehr als einem Jahr auf einen Sieg gegen den SV Mattersburg. Die Burgenländer, die erstmals von Neo-Trainer Klaus Schmidt betreut werden, haben die jüngsten drei Partien gegen die Favoritner allesamt gewonnen. „Ein Sieg würde uns immens weiterhelfen“, betonte deshalb Austria-Coach Thomas Letsch vor dem Heimspiel am Samstag (17.00 Uhr).

Der bisher letzte Sieg vor heimischem Publikum gegen Mattersburg datiert vom 17. Dezember 2016, als es im Happel-Stadion einen 2:0-Erfolg zu feiern gab. In dieser noch jungen Saison gewannen die „Veilchen“ in der neuen Generali-Arena beide bisherigen Liga-Matches - 2:1 gegen Aufsteiger Innsbruck und 4:0 gegen die Admira. Nun soll der dritte Streich folgen. Damit würde die Austria eine historische Marke erreichen: Sie wäre der erste Club in der 1974 gegründeten Bundesliga mit 500 Heimsiegen. „Jeder Sieg ist schön, aber wenn es der 500. ist, ist es noch viel schöner“, merkte Letsch dazu an.

Der 50-jährige Deutsche kann erstmals auch auf Ewandro zurückgreifen, nachdem der 22-jährige brasilianische Offensivmann diese Woche die Spielberechtigung erhalten hat. Dafür ist Stürmer Kevin Friesenbichler fraglich, der am Donnerstag bei einem Zweikampf im Training einen kleinen Riss im Trommelfell erlitten hatte und deswegen noch am Freitag untersucht wurde. In der Länderspielpause fehlen Letsch neben den ÖFB-U21-Internationalen Patrick Pentz und Dominik Prokop auch noch Cristian Cuevas und Alon Turgeman, die ins chilenische bzw. israelische Nationalteam berufen worden sind.

Klaus Schmidt, der am Dienstag als neuer Mattersburg-Coach vorgestellt wurde, fieberte der Partie gegen die Austria bereits „voller Vorfreude“ entgegen. „Es wartet eine schwere Aufgabe auf uns. Das bringt eine Riesenkonzentration von meiner Seite mit sich“, sagte der 50-Jährige, der sein neues, seit vier Runden siegloses Team „in einem sehr gefassten und realistischen Zustand“ vorgefunden hatte.

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„Es hat niemand das Gefühl vermittelt, außer Rand und Band vor Verzweiflung zu sein. Die Mannschaft weiß, dass sie in den letzten drei Partien nicht top performt hat. Jetzt geht es darum, vor allem die Abwehr zu konsolidieren“, erklärte der Ex-Altach-Trainer. Die Grundlage dafür legte schon Interimscoach Markus Schmidt, der nach der Trennung von Gerald Baumgartner kurzfristig die Kampfmannschaft übernommen und mit einem torloses Remis bei der Admira die Serie von drei Niederlagen gestoppt hatte.

Mit einem Sieg könnte der Tabellenneunte aus dem Burgenland punktemäßig sogar mit den siebentplatzierten Wienern gleichziehen. „Wir fahren natürlich mit dem Anspruch hin zu punkten und wissen, dass die Austria zu Hause eine blütenweiße Weste hat. Aber wenn wir uns nicht vornehmen würden, dort etwas zu holen, wären wir fehl am Platz. Wir brennen darauf etwas mitzunehmen“, betonte Schmidt, der wegen eines Radiusköpfchenbruches im Ellenbogen mindestens sechs Wochen auf Patrick Stürmer Bürger verzichten muss.

„Der Prozess, dass man sich als Trainer als Teil der Mannschaft sieht, dauert noch an, das ist noch nicht abgeschlossen“, sagte der Steirer zu seinem neuen Arbeitsplatz. Er ist aber überzeugt, dass er den SVM wieder in die Erfolgsspur führen kann: „Ich habe Mattersburg als Trainer von Altach, als interessierter Beobachter und jetzt kurz auf dem Trainingsplatz gesehen. Ich hoffe, dass mich die Bilder, die ich in Videos und auf dem Platz gesehen habe, nicht betrügen. Ich habe meine Schlüsse daraus gezogen.“


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