Grüne fordern Rücktritt von FPÖ-GR

Wie berichtet, sind zuletzt 16 FPÖ-Mitglieder in St. Johann aus der Partei ausgetreten, weil sie mit der Wiederwahl von Gemeinderat Robert W...

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Wie berichtet, sind zuletzt 16 FPÖ-Mitglieder in St. Johann aus der Partei ausgetreten, weil sie mit der Wiederwahl von Gemeinderat Robert Wurzenrainer als FPÖ-Ortsobmann und seinem Umgang mit Funktionären unzufrieden waren.

Ins Rollen gebracht hat die Rücktrittswelle unter anderem Hilde Gschnaller, die nach eigenen Angaben von Wurzenrainer vor einiger Zeit gefragt worden sei, ob sie als Obfrau des St. Johanner FPÖ-Seniorenrings zur Verfügung stehen würde. Wie FPÖ-Landesparteigeneralsekretär Patrick Haslwanter der Tiroler Tageszeitung gegenüber mitteilte, gebe es diese Organisation innerhalb der FPÖ aber gar nicht.

Tatsache ist jedenfalls, dass bei der Marktgemeinde St. Johann um eine Förderung angesucht worden war und diese in der Höhe von 1000 Euro auch gewährt worden ist. Den Antrag hat Gschnaller unterzeichnet, geschrieben habe das Schriftstück laut ihr allerdings Wurzenrainer.

Die grüne Partei in St. Johann legt Wurzenrainer jetzt den Rücktritt nahe, da dieses unredliche Verhalten untragbar für einen Gemeinderat sei. „Obwohl die FPÖ mit einem Saubermann-Image zu punkten versucht und gerade der FPÖ-Chef, Robert Wurzenrainer, in St. Johann immer wieder rechthaberisch gerne den Zeigefinger hebt, scheinen für ihn persönlich andere Regeln zu gelten", sagt Grünen-Gemeinderätin Maria Strele.

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Er pflege offensichtlich einen überaus lockeren Umgang mit Fördergeldern der Gemeinde und lasse völlig bewusst und ungeniert an einen fiktiven Seniorenring 1000 Euro Förderung aus der Gemeindekasse fließen. Hätte es nicht Kritik inklusive Rücktritten aus den eigenen Reihen gegeben, wäre diese krumme Tour wohl noch munter so weitergegangen. Strele: „Förderansuchen werden in der Marktgemeinde St. Johann streng geprüft und meist nur in Verbindung mit Finanzplänen vergeben. Der FPÖ wird man in Zukunft wohl noch viel genauer auf die Finger schauen müssen." Die lückenlose Aufklärung der Vorgänge und die Rücküberweisung der gesamten Fördersumme seien natürlich unumgänglich. (mm)


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