Mehr als einmal ganz Tirol gemäht

In 20 Jahren Sportzentrum Imst kommt schon etwas an Arbeit, Geldern und Geschichten zusammen. Die 15.000 km2 an gemähter Rasenfläche (unser Bundesland ist 12.640 km2 groß) sind nur eine Randnotiz.

© Novak

Von Thomas Parth

Imst –Die TT berichtete am 18. Juli 1998 über die feierliche Eröffnung des Imste­r Sportzentrums, welches damals über 120 Millionen Schilling gekostet hatte. Am 20. September 2018 feiert die Stadt Imst „ihr“ Sportzentrum mit einem Tag der offenen Tür von 10 bis 16 Uhr.

Sportreferent Thomas Schatz ist mit dem Sportzentrum aufgewachsen: „Wir sind einmal mit Jogginganzügen beim damaligen LHStv. Ferdinand Eberle aufgetreten, um für Landesgelder zur Finanzierung des Sportzentrums zu bitten.“ Dass es letztlich Gelder gab, die in den dreistelligen Millionen-Schilling-Bereich gingen, dass eine pyramidenförmige Kletterhalle zum Wahrzeichen wird, ob ein Hallenbad gebaut wird oder nicht, und dass der Kletterturm einmal als „Silbernes Dachl“ bezeichnet wird, das hat Rudi Tagwerker als Leiter des Sportzentrums von Anfang an miterlebt: „Geschichten gibt es viele.“ Zunächst suchten sich die Vereine „ihr Platzl“ und es war mehr ein Nebeneinander als ein Miteinander. „Ich kann sagen, dass sich das gewandelt hat. Vom Glenthof über das Schwimmbad, Kletterhalle und Fußballplatz: Am 15. September präsentieren sich alle Sportvereine gemeinsam“, lobt Tagwerker. Neben einem Stempelpass für Kinder und Familien, wo sämtliche Stationen und alle möglichen Sportarten durchlaufen und ausprobiert werden können, locken auch tolle Sachpreis­e in Sportzentrum. „Mir war wichtig, dass Jung und Alt zusammenkommen, dass in einer lockeren Atmosphäre Sportarten ausprobiert werden können und dass die Vereine eine Plattform bekommen, um sich einem breiten Publikum vorzustellen“, unterstreicht Schatz.

„In den Anfängen hatten wir einmal die Polizei bei uns zu Gast“, erinnert sich Rudi Tagwerker: „Ich wurde in einer Einsatzsimulation von einem Turm per Seilbergung mittels Hubschrauber ,gerettet‘. – Für einen Nicht-Flieger recht beachtlich.“ An Erinnerungsmomenten an vergangene Großtaten, als internationale Mannschaften in Imst zu Gast waren, als sportliche Wettkämpfe gewonnen wurden oder als die Jungmänner des Bundesheeres im Fußballstadion angelobt wurden, fehlt es jedenfalls nicht. „Wir hatten bis dato Kletterer aus 62 Nationen im Imster Kletterzentrum zu Gast. 250.000 Eintritte gab es auf dem Eislaufplatz zu verzeichnen“, hat Tagwerker einige skurrile Zahlen zusammengetragen. Ohne Kinderevents waren es an die 1600 Veranstaltungen, die im Sportzentrum seit Bestehen abgehalten wurden.

„Für die Zukunft haben wir eine Erhebung bei allen Vereinen durchgeführt und diese Gedanken in eine Zukunftsvision für das Sportzentrum einfließen lassen“, weckt Thomas Schatz die Neugier auf die große Sportlerehrung. Diese wird die Stadtgemeinde am Abend vor dem offiziellen Tag der offenen Tür in der Kletterhalle abhalten, wo ein erster Blick in die Zukunft geworfen werden kann.

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