Brückeneinsturz in Genua - Autobahnbetreiber weist Vorwürfe zurück

Genua (APA) - Die Autobahngesellschaft „Autostrade per l‘Italia“ hat am Freitag den Vorwurf zurückgewiesen, ihren Pflichten als Betreiberin ...

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Genua (APA) - Die Autobahngesellschaft „Autostrade per l‘Italia“ hat am Freitag den Vorwurf zurückgewiesen, ihren Pflichten als Betreiberin der am 14. August in Genua eingestürzten Morandi-Brücke nicht nachgekommen zu sein. Damit reagierte der Aufsichtsrat der Gesellschaft auf Vorwürfe des italienischen Infrastrukturministeriums, das der Gesellschaft die Autobahnkonzession entziehen will.

„Autostrade per l‘Italia“, die ein Netz von über 3.000 Kilometer Autobahnen in Italien betreibt, bestätigte, den Angehörigen der Opfer und 200 obdachlosen Familien finanzielle Unterstützung geleistet zu haben. Die mautfreie Strecke im Raum von Genua, die nach dem Unglück eingeführt worden war, soll ausgedehnt werden.

Die italienische Regierung teilte nicht die Ansichten der Autobahngesellschaft. „Das, was in Genua passiert ist, ist dramatisch. Wie kann sich die Autobahngesellschaft, die für die Instandhaltung der Brücke zuständig ist, für diese Katastrophe nicht verantwortlich fühlen?“, fragte Staatssekretär Giancarlo Giorgetti. Die regierende Fünf Sterne-Bewegung fordert die Verstaatlichung des Autobahnnetzes.

Während eines schweren Unwetters war am 14. August das 40 Meter hohe Polcevera-Viadukt, das auch Morandi-Brücke genannt wird, auf einem etwa 100 Meter langen Stück eingestürzt. Die Brücke ist Teil der Autobahn 10, die als Urlaubsverbindung „Autostrada dei Fiori“ bekannt und eine wichtige Verbindungsstraße nach Südfrankreich, in den Piemont und die Lombardei ist. 43 Personen kamen ums Leben, hunderte Menschen wurden obdachlos.

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