Europas Leitbörsen zu Mittag schwach - Handelsstreit belastet

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Börsen haben am Freitag im Verlauf weiter nachgegeben. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone u...

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Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Börsen haben am Freitag im Verlauf weiter nachgegeben. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 fiel um 0,91 Prozent auf 3.399,93 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.45 Uhr mit 12.392,12 Punkten und einem Minus von 0,82 Prozent. Der FTSE-100 der Börse London fiel um 0,43 Prozent auf 7.483,63 Punkte.

Belastet wurde die Börsenstimmung von den Währungskrisen in einigen Schwellenländern und einer weiteren Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China.

US-Präsident Donald Trump zeigt sich laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg von Donnerstag entschlossen zur Umsetzung seiner Zollpläne. Trump habe Beratern gesagt, er werde die bereits vorgesehenen Abgaben auf weitere chinesische Importe im Volumen von 200 Mrd. Dollar (172 Mrd. Euro) nächste Woche in Kraft setzen lassen, berichtet die Agentur unter Berufung auf namentlich nicht genannte Personen.

Aktien von Automobilkonzernen litten besonders unter den Ängsten vor einer Eskalation der Handelskonflikte. So fanden sich Volkswagen (minus 1,54 Prozent) und BMW (minus 1,17 Prozent) im Frühhandel unter den größeren Verlierern im Euro-Stoxx-50. Trump hatte zuletzt auch die EU kritisiert und signalisiert, dass auch hier Strafzölle folgen könnten.

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Steil nach oben ging es in London mit Whitbread. Die Aktien legten zu Mittag 16,94 Prozent zu, nachdem der Verkauf der Kaffee-Sparte des britischen Hotel- und Restaurantkonzerns besiegelt wurde. Der US-Getränkeriese Coca-Cola übernimmt von Whitbread Costa Limited für einen Kaufpreis von 5,1 Mrd. Dollar, wie Coca-Cola am Freitag mitteilte.

Schwach zeigten sich in London hingegen Astrazeneca und verloren im Verlauf 1,41 Prozent. Der britische Pharmakonzern hat einen Rückschlag in seiner Medikamentenforschung erlitten. In einer bereits fortgeschrittenen Studie brachte die Prüfarznei Anifrolumab, die an Patienten mit der Autoimmunkrankheit Lupus getestet wurde, nicht den erhofften Erfolg. Die Analysten von Goldman Sachs haben in Reaktion auf die Bekanntgabe ihre Verkaufsempfehlung „Sell“ für die Aktie bestätigt.

Für Bewegung sorgten auch einige andere Analystenempfehlungen. So verloren Lufthansa-Aktien 4,58 Prozent, nachdem die Citigroup eine Verkaufsempfehlung für die Aktie ausgesprochen hat. Der Citigroup-Analyst Mark Manduca sieht die Fluggesellschaft wegen des stetigen Ausbaus der Flugkapazitäten unter zunehmendem Preisdruck. Deshalb stufte er die Aktien von „Buy“ auf „Sell“ ab und senkte das Kursziel von 32,50 auf 19,90 Euro. Beiersdorf-Aktien fielen um 1,88 Prozent, nachdem die Analysten der Credit Suisse ihre Empfehlung für die Aktie von „Outperform“ auf „Neutral“ und ihr Kursziel von 103 auf 95 Euro gesenkt haben.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA379 2018-08-31/13:58


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