Fleißige Schüler frischten Deutschkenntnisse auf

Kinder und Jugendlichen — je 24 aus Volks- und Neuen Mittelschulen — hatten im August zwei Wochen lang die Möglichkeit, rechtzeitig vor Schulbeginn ihre Deutschkenntnisse aufzufrischen und zu verbessern.

© Domanig

Innsbruck –„Wir feiern heute, dass ihr fleißig wart und mehr gelernt habt, als ihr müsstet“, lobte Innsbrucks Bildungsstadträtin Elisabeth Mayr gestern jene 48 Schüler, die am Projekt „Deutsch im Sommer“ teilgenommen haben.

Die Kinder und Jugendlichen – je 24 aus Volks- und Neuen Mittelschulen – hatten im August zwei Wochen lang die Möglichkeit, rechtzeitig vor Schulbeginn ihre Deutschkenntnisse aufzufrischen und zu verbessern. Die Kurse – eine Initiative der Stadt Innsbruck in Kooperation mit dem Jugendrotkreuz Tirol (JRK) – fanden in dieser Form heuer zum ersten Mal statt. Unterrichtet wurden die Kinder, deren Eltern aus Serbien, der Türkei, Ghana, der Dominikanischen Republik und vielen anderen Ländern stammen, im Rathaus, im Stadtteilzentrum Wilten und im Jugendzentrum Pradl, eingeteilt in die Sprachniveaus Grundstufe 1 und 2.

Das Projekt solle den Kindern vor allem dabei helfen, „leichter ins kommende Schuljahr hineinzufinden“, sie dafür quasi fitmachen, betont­e Wolfgang Haslwanter, stellvertretender JRK-Landesleiter – was bekanntlich auch bei Kindern mit deutscher Muttersprache oft nicht einfach ist. Die teilnehmenden Schüler, die im Rathaus stolz ihre Urkunden entgegennahmen, bekundeten jedenfalls einhellig, wie viel Spaß die zwei Lernwochen gemacht hätten, für die Lehrpersonen gab es tosenden Applaus.

Die Kurskosten von ca. 10.000 Euro übernahm die Stadt Innsbruck, der Elternbeitrag für zwei Wochen betrug 40 Euro. In Zusammenarbeit mit den Schulen wird das Projekt nun evaluiert. Laut Mayr strebt man auf jeden Fall eine Fortsetzung an, die Initiative könne Vorbildwirkung haben – „wobei die Stadt hier eigentlich Aufgaben des Bundes und des Landes übernimmt“, wie Mayr kritisch anmerkte.

Im Einsatz standen „pädago­gisch hochwertige Lehrkräfte, die viel Erfahrung in der Lernhilfe haben“, betonte Haslwanter. Das Jugendrotkreuz bietet sein Projekt Lernhilfe seit 15 Jahren an – inzwischen sind 40 Schulen in acht Bezirken Tirols mit dabei. (md)


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