Frankfurter Rentenmarkt tendiert fester

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen haben am Freitag etwas zugelegt. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future stieg um 0...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen haben am Freitag etwas zugelegt. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future stieg um 0,04 Prozent auf 163,02 Punkte. Zehnjährige Bundesanleihen lagen wenig verändert bei 0,35 Prozent. Die Umlaufrendite fiel im Gegenzug von 0,21 Prozent am Vortag auf 0,18 Prozent, wie die Deutsche Bundesbank mitteilte.

Es gab sechs Verlierer mit Kursabschlägen von bis zu 0,012 Prozentpunkten. Dem standen 54 Gewinner mit Aufschlägen von bis zu 1,15 Punkten gegenüber. Der Rentenindex Rex stieg um 0,16 Prozent auf 141,24 Punkten.

Die Lage an den Finanzmärkten der Schwellenländer sorgt erneut für Verunsicherung. Die Währungen Indiens und Indonesiens, die Rupie und die Rupiah, verloren gegenüber dem US-Dollar weiter an Wert. Die türkische Lira stabilisierte sich etwas. Am Nachmittag richtet sich der Blick dann wieder auf Argentinien und Brasilien.

Die Inflationsdaten aus der Eurozone stützten zudem ein wenig die Anleihen. Die Inflationsrate fiel von 2,1 Prozent im Vormonat auf 2,0 Prozent. Volkswirte hatten mit einer stabilen Rate gerechnet. Auch die Kerninflationsrate ging zurück. Bei der Kernrate werden die Preise für Energie, Nahrungs- und Genussmittel nicht berücksichtigt. Die Daten dürften die EZB in ihrer lockeren Geldpolitik bestätigen.

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„Man muss nun kein Volkswirt sein, um zu prognostizieren, dass sich bei den Teuerungsraten ohne die volatilen Energie- und Nahrungsmittelpreise auf Sicht der kommenden Monate kaum etwas signifikant ändern wird“, kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Mario Draghi fokussiere sich deshalb auf den etwas längeren Horizont. Da die Arbeitslosenquote in den vergangenen Jahren deutlich gefallen sei und sachter Lohnauftrieb zu vermelden sei, könnten tatsächlich in moderatem Umfang höhere Zuwachsraten bei der Kernteuerung zu verzeichnen sein. „In diesem Fall läge dann eine Zinserhöhung zum Jahresende 2019 drin“, so Gitzel.


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