Tux wurde für Kinder zur Familie

Bei der Kindersommerbetreuung half der ganze Ort zusammen. 126 Schülern wurde so ein spannendes Programm geboten.

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37 Projekte standen zur Auswahl.
© Pertl

Von Angela Dähling

Tux –Kein Saal muss gemietet, kein Personal angestellt werden. Und trotzdem kann eine Gemeinde ein Sommerprogramm für Kinder bieten, das seinesgleichen sucht. Wie das geht, hat die Gemeinde Tux in den vergangenen Wochen vorgemacht. „Es hat sich die ganze Gemeinde beteiligt: Privatpersonen, Vereine und Firmen“, erklärt Gemeindevorstand Alexandra Peer. 60 Kontakte habe man angeschrieben, 45 davon vermeldeten, dass sie sich gerne etwas einfallen lassen, um die Kinder einen Tag lang spannend zu beschäftigen. Auf einer Liste im Gemeindeamt konnten sie ihren Wunschtermin dafür eintragen.

Das über sieben Wochen dauernde Ferienprogramm „Summerfeeling Tux“ lief dann in Zusammenarbeit mit der Volksschule und der NMS, wo sich die Kinder für einzelne Programmpunkte eintragen konnten. „126 Kinder machten mit, die meisten waren bei zehn bis 15 Projekten dabei, ein Mädchen sogar bei über 20“, zieht Peer Bilanz. Das ist beachtlich, zählt die Volksschule doch insgesamt 86 Schüler und die NMS 62.

Besonders groß war die Beteiligung am Boulder-Tag. „Ein Vater hat seinen Stall, der mit Matratzen und Bouldergriffen ausgestattet ist, für die Kinder geöffnet. 30 Kinder hatten sich angemeldet, weshalb es schließlich vier Nachmittage wurden“, erzählt Peer. Auch die Sagenstunde mit Jutta Fankhauser im alten Haus begeisterte die Kinder, ebenso wie die Gruselstunde im Mehlerhaus und das Bauen eines Radios mit dem Physiker Friedl Hanser. Pizza backen, Seife herstellen, die Polizei besuchen und Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spiele beim Tischler bauen sorgten neben vielen sportlichen Aktivitäten und Ausflügen für viel Abwechslung. Insgesamt 37 Projekte standen zur Auswahl.

Die Idee dazu brachte die gebürtige Oberösterreicherin Andrea Fankhauser aus ihrer alten Heimat Gaflenz mit und half bei der Umsetzung in Tux. „Das Echo ist gewaltig und durchwegs positiv“, empfehlen Peer und Fankhauser die Nachahmung.

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