Ein großes Herz kann viel bewegen

Klaudia Kluckner hat in den vergangenen zehn Jahren 120.000 ¤ für ein äthiopisches Dorf gesammelt und dort eine Schule errichtet.

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Für 140 Kinder zwischen vier und acht Jahren hat Klaudia Kluckner eine Schule gebaut. Die Kleinen bekommen auch eine Schuluniform.
© Kluckner

Von Denise Daum

Reith bei Seefeld –Es war ein großer Akt der Wertschätzung und Anerkennung: Freunde und Unterstützer kamen am Samstagabend nach Reith bei Seefeld, um mit Klaudia Kluckner das Zehn-Jahr-Jubiläum der von ihr ins Leben gerufenen Äthiopienhilfe zu feiern. Dank ihres Engagements konnte in dem Dorf Beradje eine Schule gebaut werden. Dort bekommen die derzeit 140 Kinder auch einmal pro Tag eine Mahlzeit.

Den Dankgottesdienst am Samstagabend zelebrierte Bischof Hermann Glettler. Er zollte dem Engagement von Klaudia Kluckner Respekt. LHStv. Ingrid Felipe – auch das Land Tirol unterstützt die Äthiopienhilfe – bezeichnete den Abend als „ein Fest der Hoffnung“, weil er zeige, was ein einzelner Mensch erreichen kann, wenn man sich einer Sache zuwendet. Anerkennung kam auch von BM Dominik Hiltpolt.

Lobten das große Engagement von Klaudia Kluckner: Bischof Hermann Glettler, Tamire Endrias (Koordinator des Montessori-Kindergarten- und Schulprojektes von Beradje), Abba Teshome Fikre und LHSTtv. Ingrid Felipe.
© Daum

„Ich kann nicht die ganze Welt retten – aber ich habe eine große Freude mit dem, was ich erreicht habe“, erklärt Kluckner. Fremde Völker und Kulturen waren für sie schon als Kind interessant. Vor zehn Jahren ergab sich dann die Möglichkeit, mit einem äthiopischen Priester das afrikanische Land zu bereisen. „Wir haben dann ein kleines Waisenhaus besucht, und ich war entsetzt von den Verhältnissen dort“, erinnert sich Kluckner. Zurück in Tirol war ihr klar, dass sie helfen muss. Auch, um etwas zurückzugeben. Die Reitherin hat klein angefangen, mit Vorträgen und Äthiopienabenden. Mittlerweile hat sie einen fixen Unterstützerkreis. So ist Karin Norz aus Seefeld seit vergangenem Jahr an der Seite Kluckners. Auch die Michael-Wagner-Stiftung „Kinderlachen“ zählt zu den wichtigen Unterstützern. „Es gibt viele sehr großzügige Menschen, dafür bin ich dankbar“, sagt Kluckner.

In den vergangenen zehn Jahren hat Kluckner insgesamt 120.000 Euro in dem Dorf Beradje investiert. Das nächste Vorhaben ist ein Gebäude, in dem eine Schlafstelle für den Nachtwächter sowie ein Raum für den Backofen untergebracht werden sollen. Die Energie für ihren Einsatz in Äthiopien geht Klaudia Kluckner nicht aus.


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