Vertrag von HSH-Chef vor Abschluss der Privatisierung verlängert

Berlin (APA/Reuters) - Kurz vor Abschluss der Privatisierung der deutschen HSH Nordbank ist der Vertrag von Vorstandschef Stefan Ermisch um ...

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Berlin (APA/Reuters) - Kurz vor Abschluss der Privatisierung der deutschen HSH Nordbank ist der Vertrag von Vorstandschef Stefan Ermisch um ein Jahr verlängert worden. Damit sei sicher gestellt, dass Ermisch den auf der Zielgeraden befindlichen Prozess der Landesbank abschließen könne, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von mehreren mit der Situation vertrauten Personen. Das Institut bestätigte dies am Freitag.

„Stefan Ermisch hat mit großem Erfolg die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die HSH Nordbank privatisiert werden kann“, erklärte HSH-Aufsichtsratschef Thomas Mirow auf Reuters-Anfrage. „Die Eigentümer hatten deshalb ein überragendes Interesse daran, ihn an der Spitze der Bank zu halten.“

Ermisch hatte wiederholt öffentlich betont, dass sein Vertrag im November ende und dass er bereit sei weiterzumachen. „Es gibt nun keine Baustelle mehr“, sagte einer der Insider. Denn es könnte sein, dass der Verkauf endgültig („Closing“) erst nach November über die Bühne geht.

Hamburg und Schleswig-Holstein hatten ihre Landesbank auf Druck der EU-Kommission Ende Februar 2018 für rund eine Milliarde Euro an ein Konsortium um die Finanzinvestoren Cerberus und J.C.Flowers verkauft. Damit der Deal in Kraft treten kann, müssen noch die Europäische Zentralbank und die EU-Kommission grünes Licht geben. Zudem steht noch eine Einigung aus, unter welchen Bedingungen das Institut aus dem Haftungssystem der öffentlich-rechtlichen Sparkassen ins Sicherungssystem der privaten Banken wechselt. Ermisch hatte jüngst bei der Vorlage der Halbjahres-Zahlen erklärt: „Ich bin überzeugt, dass wir im vierten Quartal eine erfolgreich privatisierte Bank sein werden.“ Man treibe die Neuausrichtung weiter entschlossen voran.

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