Formel 1: Sauber korrigierte nach Unfall „Designfehler“

Monza (APA) - Das Formel-1-Team Sauber hat nach dem Riesen-Freitags-Unfall von Marcus Ericsson in Monza einen „kleinen Designfehler“ am Heck...

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Monza (APA) - Das Formel-1-Team Sauber hat nach dem Riesen-Freitags-Unfall von Marcus Ericsson in Monza einen „kleinen Designfehler“ am Heckflügel korrigiert. Das berichtete Renndirektor Charlie Whiting, der zudem den Sicherheitsstandard der aktuellen Formel-1-Autos lobte und dass alle Räder am Fahrzeug geblieben waren. Ericssons DRS-System hatte am Ende der Startgeraden zu spät geschlossen.

Das Auto des Schweden war am Freitag deshalb bei 326 km/h ausgebrochen, in die Mauer gekracht und hatte sich danach mehrmals überschlagen. Ericsson und auch die Streckenposten kamen aber wie durch ein Wunder unversehrt davon. Ericsson nahm am Samstagmittag bereits wieder am dritten Training teil und wurde 16., nachdem sein Team in einer Nachtschicht wieder ein fahrbares Auto hergerichtet hatte. Er verliert in der Startaufstellung für Sonntag aber wegen des Tausches eines Motoren-Elementes zehn Plätze.

Es war der zweite schwere Unfall in Folge, der einen Sauber betraf. Vor einer Woche hatte Ericssons Teamkollege Charles Leclerc in Spa Riesenglück gehabt, nachdem sein Auto bei einem Startcrash vom darüber hinwegfliegenden McLaren Fernando Alonsos getroffen worden war. Nach allgemeiner Meinung hatte dabei der neue Halo-Cockpitschutz Leclerc vor schweren Verletzungen bewahrt.

Laut Whiting war die Vorderradaufhängung des McLaren beim Kontakt mit Leclercs Kopfschutzbügel gebrochen. Die Wucht beim Aufprall habe 56 Kilonewton betragen. Halo habe das aber problemlos ausgehalten, so Whiting. Von Problemen am DRS (Drag Reduction System) soll auf dem Hochgeschwindigkeitskurs in Monza nicht nur das Sauber-Team betroffen gewesen sein.

Ericsson hatte in Monza zuvor die unweit seiner Unfallstelle liegende Stelle besucht, an der 40 Jahre davor Landsmann Ronnie Peterson schwer verunglückt und kurz darauf verstorben war. Ericsson überstand seinen Crash hingegen ohne größere Folgen. „Er ist neurologisch durchgetestet worden. Wir haben auch ein bissl was gemacht im Nacken. Es geht ihm Gott sei Dank sehr gut, die Fahrer sind in fantastischer körperlicher Verfassung“, berichtete Sauber-Betreuer Josef „Jo“ Leberer im ORF.


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