USA und Europäer riefen Milizen in Libyen zu Ende der Kämpfe auf

Rom (APA/AFP) - Angesichts der anhaltenden Kämpfe in Libyens Hauptstadt Tripolis haben die USA, Großbritannien, Frankreich und Italien die K...

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Rom (APA/AFP) - Angesichts der anhaltenden Kämpfe in Libyens Hauptstadt Tripolis haben die USA, Großbritannien, Frankreich und Italien die Konfliktparteien zu einem sofortigen Gewaltverzicht aufgerufen.

In einer am Samstag in Rom veröffentlichten gemeinsamen Erklärung werteten die vier Länder die Unruhen als „Versuch, die rechtmäßigen libyschen Institutionen zu schwächen und den politischen Prozess zu behindern“. Dies sei „inakzeptabel“.

Seit Montag bekämpfen sich gegnerische Milizen in Tripolis, dabei feuern sie auch immer wieder Raketen ab. Das Gesundheitsministerium bezifferte die Zahl der Toten am Freitagabend auf 39, die meisten seien Zivilisten. Der einzige Flughafen der Hauptstadt stellte am Freitag wegen der Kämpfe seinen Betrieb ein.

Auch am Samstag gingen wieder mehrere Raketen auf Tripolis nieder. Eine von ihnen traf das bei Ausländern beliebte Hotel Al-Waddan. Dabei wurden laut Einsatzkräften drei Menschen verletzt - unklar war, ob es Gäste oder Angestellte waren.

Seit dem Sturz von Libyens langjährigem Machthaber Muammar al-Gaddafi im Herbst 2011 herrscht Chaos in dem nordafrikanischen Land. Bewaffnete Milizen haben die Kontrolle über weite Teile des Landes. Die international anerkannte Übergangsregierung in Tripolis verfügt nur über begrenzten Einfluss.

Libyen ist das Hauptdurchgangsland für Flüchtlinge aus afrikanischen Ländern, die über das Mittelmeer in die Europäische Union gelangen wollen. Vom Westen Libyens aus ist Italien nur etwa 300 Kilometer entfernt.


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