Chemnitz - Berlin lässt nach Protesten rechte Netzwerke überprüfen

Berlin/Chemnitz (APA/Reuters) - Die Ermittlungen in Chemnitz müssen laut der deutschen Justizministerin Katarina Barley aufklären, inwieweit...

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Berlin/Chemnitz (APA/Reuters) - Die Ermittlungen in Chemnitz müssen laut der deutschen Justizministerin Katarina Barley aufklären, inwieweit rechtsextreme Netzwerke hinter den Demonstrationen und ausländerfeindlichen Ausschreitungen stecken.

„Wir dulden nicht, dass Rechtsradikale unsere Gesellschaft unterwandern“, sagte die SPD-Politikerin der „Bild am Sonntag“. Der Generalbundesanwalt beobachte die Ereignisse in Chemnitz sehr genau und tausche sich mit den sächsischen Behörden eng aus. „Es geht darum herauszufinden, welche Organisationen hinter der Mobilisierung rechter Gewalttäter stecken.“

Am Samstagabend waren mehrere Tausend Anhänger der AfD und des rechtspopulistischen Bündnisses „Pro Chemnitz“ weitgehend friedlich durch die Straßen der Stadt gezogen. Bei den Protesten und Gegenkundgebungen wurden einer ersten Polizeibilanz zufolge neun Menschen verletzt. Zudem gab es 25 Straftaten. Vergangenen Sonntag und Montag war es nach der Tötung eines Deutschen zu ausländerfeindlichen Ausschreitungen gekommen. Dabei wurde auch der verbotene Hitlergruß gezeigt.

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